Das ABC der Krypto-Schnäppchenjagd

Am 11. Oktober 2018 hatte es ganz den Anschein, als wäre endgültig die Zeit für die Schnäppchenjäger gekommen. In nur 3 Stunden verlor der Kryptomarkt 13 Milliarden USD, nachdem der Internationale Währungsfonds (IWF) Finanz und Wirtschaft durch die Wachstumsexplosion der Kryptowährungen bedroht sah. Fakt ist jedoch, dass du mit Bitcoin angesichts eines 52-Wochen-Hochs von 19.843,1094 USD und eines aktuellen Kurses von 6.514,9199 USD (Stand 22. Oktober 2018 08:42:00) schon seit geraumer Zeit die Möglichkeit hast, zum Spottpreis in den Kryptohandel einzusteigen.

Kursreaktionen auf News

An sich ist es leicht, durch einschlägige Plattformen wie Coin Hero auf dem Laufenden zu bleiben und aus der Fülle von Informationen jene zu filtern, die für dich von Belang sind. Wie Bitcoin & Co gleichwohl auf die aktuellen Nachrichten reagieren, hat die Schweizer Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in ihrer jüngsten Studie verraten. So führen positive Meldungen bei Bitcoin im Schnitt zu Wertsteigerungen von 0,33 % innerhalb von 120 Minuten und zu einem Kursplus von 1,52 % innerhalb von 24 Stunden.

Bei unerfreulichen Nachrichten unterscheidet sich der Kursverlust in den 120 Minuten mit 0,32 % nur unwesentlich vom Kursgewinn der positiven Meldungen, dafür ist in 24 Stunden der Kursrückgang mit 3,12 % ungleich höher als die Kurssteigerung. Nachdem Topnews in der Regel nicht schlagartig bekannt sind, sondern ihre Zeit zur Verbreitung brauchen, beginnt die Laufzeit der besagten 120 Minuten eine Stunde vor Veröffentlichung der Schlagzeile. Es versteht sich dabei von selbst, dass regulatorische Maßnahmen Kursteigerungen auslösen, während ein Verbot oder die Unterstellung, Bitcoin sei keine Währung, mit Kursrückgängen einhergeht.

Die Kryptowährung Bitcoin ist sehr volantil
Die Kryptowährung Bitcoin ist sehr volatil, große Vorsicht ist geboten!

Ähnliche Reaktionen wie Bitcoin zeigen die Altcoins Bitcoin Cash, Litecoin, Ethereum und Monero. Dafür ist Zcash für News nahezu unempfänglich.

Spekulation mit Ablaufdatum

Zur Stunde ist die Nachfrage nach Kryptowährungen vor allem der Aussicht auf schnelle Gewinne zuzuschreiben. Es ist allerdings zu erwarten, dass mit der schieren Spekulation auf Dauer Schluss ist und der Nutzen der digitalen Währungen zusehends in den Vordergrund rückt. Denkbar ist zweierlei: Während dich die Investition in Bitcoin aus Sicherheitsgründen reizen könnte, dürfte deine Entscheidung für Altcoins wie Ripple eine Entscheidung für die dahinterstehenden Technologie sein.

Apple-Mitgründer Steve Wozniak hält Bitcoin nicht von ungefähr für das bessere Gold. Für ihn ist weder das Gold noch der US-Dollar eine probate Krisenwährung. Die Sache ist nämlich schlicht die, dass das Edelmetall zum einen unentwegt gefördert wird und sich zum anderen der wahre Bestand der Kenntnis der Banken entzieht. Dafür haben es diese in der Hand, mehr oder minder nach Belieben den Geldbestand zu erhöhen oder Mittel abzuziehen und damit entscheidend auf das Marktgeschehen Einfluss zu nehmen. Anders ausgedrückt vermögen wenige Einzelpersonen, für veritable Wirtschaftsturbulenzen zu sorgen.

Wer sich auf etwas humorvolle Art und Weiße mit Kryptowährungen beschäftigen möchte, dem empfehle ich mein Krypto-Tagebuch

Wird hingegen Bitcoin zum Wertmaßstab erklärt, sind Marktmanipulationen von vornherein ausgeschlossen, nachdem die Gesamtmenge der Kryptowährung auf 21 Millionen Stück begrenzt ist. Im Unterschied zu Bitcoin punktet Ripple als Kryptowährung der Banken. Die Anwendungen heißen xCurrent, xRapid und xVia. Während xCurrent Direktüberweisungen zwischen Banken erlaubt, stellt xRapid Echtzeit-Zahlungen in Entwicklungsländern sicher und ist xVia durch die Möglichkeit von Internetzahlungen für Unternehmen eine Option.

Dass Banken von dem Altcoin überaus angetan sind, ist aus der Zusammenarbeit mit Santander, UniCredit, American Express, BBVA, PNC und der National Commercial Bank zu ersehen.

Eignung zur Diversifizierung

Solltest du nun Blut geleckt haben und ernsthaft an den Kauf von Kryptowährungen denken, hast du grundsätzlich die Qual der Wahl. Den Einstieg in den Kryptohandel erleichtert dir allerdings die Beantwortung von Grundsatzfragen wie:

  • Welchen praktischen Nutzen verspricht die Kryptowährung?
  • Erlaubt sie das Mining?
  • Wie rasch wächst der Bestand?
  • Ist die Stückzahl limitiert?
  • Bürgt die Regulierung für Sicherheit?
Ripple, Etherium und Lightcoin sind Altcoins
Neben dem Bitcoin faszinieren die Altcoins wie Ripple, Etherium und Lightcoin viele Investoren (Quelle: Pixabay)

Kommt für dich ein ausschließliches Engagement auf dem Kryptomarkt nicht infrage, könnte eine Kryptowährung wenigstens als Mittel zur Diversifizierung eine Option für dich sein. Immerhin ist die Korrelation zwischen Kryptowährungen und Aktienindizes wie dem MSCI, S&P 500 oder DAX äußerst gering, um nicht zu sagen leicht negativ. Heißt übersetzt, dass Krypto- und Aktienmarkt getrennte Wege gehen. Auch wenn Bitcoin den Ton angibt und seine Performance maßgeblich den Kurs der Altcoins diktiert, zeigt ein Jahresvergleich mitunter erhebliche prozentuale Unterschiede in der Wertentwicklung. Nichtsdestotrotz sollte man sich stets gewiss sein, dass Kryptowährungen unglaublich volatil und dadurch eine riskante Investition sind. Daher sollte man hier besonders vorsichtig vorgehen und wirklich nur Geld investieren, auf das man hundertprozentig verzichten kann. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass die Kryptowährungen sämtlichen Wert verlieren werden, allerdings ist es genauso unwahrscheinlich, dass sie zu schnellem Reichtum verhelfen oder überhaupt als zuverlässige Anlage empfohlen werden können.

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