Eine Warnung vor dem Abenteuer P2P Kredite

Eine Warnung für P2P Kredite in einem P2P Blog? Ja!
Die diversen P2P Plattformen, vor allem in Osteuropa, werben aktuell mit sehr hohen Zinsen. Zu den traumhaften Renditen werden sogar noch Buyback Garantien ausgesprochen. Eigentlich zu schön, um wahr zu sein oder? Mintos* und andere Plattformen werben mit 12 % und mehr pro Jahr, zudem Geld zurück, wenn ein Kredit ausfällt? Super!

Aber bei all den Zinsen und Versprechungen, warum dann eine Warnung?
Eine Warnung möchte ich aus folgenden Gründen aussprechen:

1. Hohe Zinsen – Hohes Risiko

Ein Mantra der Finanzbranche und jeder von uns hat es sicher schon einmal gehört. Hohe Zinsen sollten nicht blind, sondern misstrauisch machen. Niemand verschenkt Geld.

2. P2P Kredite laufen nicht über Banken

Ihr solltet euch im Klaren sein, dass euer Investment nicht durch eine Bank gemanagt, verwaltet oder gesichert wird. Schaut euch bitte mal bei eurer P2P Plattform genauer an, woher die Kredite kommen. Z. B. bei Mintos unter Darlehnsanbahner*.

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3. Fehlende Regulierung

Die Kreditgeber sind keine Banken, sondern meist „Nicht-Banken-Kreditgeber“. Im Klartext, da stehen ganz einfach Unternehmen dahinter. In manchen Ländern, z. B. Georgien, brauchen diese Kreditgeber keine Lizenz. Die nicht Banken Kreditgeber beziehungsweise die Plattform unterliegen keiner Aufsicht. In Deutschland würde normalerweise die BaFin also die Bankenaufsicht dafür sorgen, dass die Banken bei der Kreditvergabe oder generell beim Umgang mit dem Geld kein Quatsch bauen. Die Vergabe der P2P Kredite in Ost Europa läuft ohne Aufsicht und ohne Regulierung ab.
Es gibt zwar Planungen, dies gesetzlich zu ändern aber de facto ist aktuell keine Aufsicht oder Regulierung am Werke.

Das ist auch ein Grund, warum viele immer noch Angst haben. Sie befürchten hinter den P2P Krediten könnte ein Schneeball- oder ein Ponzisystem stecken.

4. Eine Garantie die keine ist

Auf den osteuropäischen P2P Plattformen wird uns Anleger oft eine Buyback Garantie angeboten. Diese Garantie verspricht uns, beim Ausfall des Kredites die investierte Summe plus die verloren gegangen Zinsen zu erstatten. Das funktioniert aktuell auch sehr gut und reibungslos. Letzten Endes steckt aber hinter der bei Buyback Garantie keine Garantie, sondern lediglich ein Versprechen. Die Plattformen und die Kreditgeber legen nicht offen, wie diese Garantie garantiert wird. Bei einer Versicherung müsste sich der Versicherungskonzern für solche Versprechen rückversichern. Im Falle, der Buyback Garantie geschieht dies nicht.



Ich persönlich würde eher von einem Versprechen sprechen. Die Buyback Garantie wird aktuell gezahlt, keine Frage. Aber was passiert, wenn reihenweise Kredite ausfallen? Man muss sich immer bewusst machen, die Buyback Garantie ist dafür da, dir den Ausfall EINES Kreditnehmers abzusichern. Sie ist nicht dafür da, den Ausfall eines Kreditgebers abzusichern.
Das vergessen leider immer wieder viele Investoren. Der Zahlmeister kann nur zahlen, wenn er noch Münzen im Topf hat. Ist der Topf leer, kann nicht mehr bezahlt werden. Von daher sehe ich es sehr kritisch mit dem Buyback als Garantie zu werben.

5. Mangelnde Erfahrung

P2P Plattformen sind noch jung. Es gibt noch keine ausreichenden Erfahrungen, vor allem wenn eine Plattform oder ein Kreditgeber mal Pleite gehen sollte. Die Anbieter haben zwar alle einen Plan was genau passiert, wenn ein Ausfall kommt, aber getestet wurde dies bisher noch nicht. Auch ist die Politik im Zwang hier für Gesetze und Regularien zu sorgen.
Aktuelle kann man bei Mintos* den „Ausfall“ von Eurocent beobachten. Hier darf man gespannt sein, wie die weitere Abwicklung zu Ende gebracht wird.

 

Fazit

Die Punkte lassen sich sicher noch um weitere Themen ergänzen. Für mich sind diese 5 Punkte aber Grund genug, eine Warnung auszusprechen und jeden Anleger zur Vorsicht zu mahnen. Lasst euch durch die hohen Zinsen und die ganzen Erfolgsmeldungen nicht blenden. Aktuell funktioniert das Konzept. Dies ist aber keine Garantie!

Es ist mir aber sehr wichtig, dass dir bewusst ist dass das Thema P2P Kredite nicht ungefährlich ist. Du investierst Geld, weil du dir eine hohe Rendite versprichst. Aktuell wird diese Rendite auch verdient. Trotz allem ist es eine gefährliche Anlage.

Ich möchte dir keine Angst machen aber trotzdem möchte ich dich warnen. Setze am besten erst mal nur so viel Geld ein, das es dir bei einem Verlust nicht wehtun würde. 

Wenn du die Warnungen verstanden hast und die Gefahren akzeptierst, dann kannst du dich mit den P2P Plattformen beschäftigen. Ich kann dir die Plattformen Mintos* , TWINO und Viainvest* empfehlen. Mintos, weil sie einfach am größten sind. Hier gibt es die meiste Auswahl an Kreditgebern, Ländern und Kreditarten. Die Registrierung bei Mintos* ist zudem schnell und einfach erledigt. Genauso bei TWINO. Hier hakt es zwar hin und wieder, was die Verfügbarkeit der Kredite betrifft. Meist dauert es aber nur wenige Tage.
Viainvest* ist aktuell mein Liebling. Schnell, einfach, übersichtlich und die höchste Rendite. Auch wenn die 12,2% Kredite auf 12% gesenkt wurden. Bei Viainvest solltest du einen Blick auf meine Detailseite werfen, Stichwort: Ansässigkeitsbescheinigung. Ich kann Viainvest* nur empfehlen!
Mit den Chancen und Risiken der P2P Kredite hat sich auch der Finanznarr in einem Artikel beschäftigt.

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