Geldanlage – worauf es ankommt

Deutsche Anleger haben es nicht leicht. Dank der fortgesetzten EZB-Niedrigzinspolitik ist es eine Herausforderung, verzinsliche Anlagen zu finden, die sich einigermaßen rentieren. Das Aktien-Investment wird vielfach wegen des Risikos gescheut und eine Immobilie kann sich nicht jeder leisten. Wie soll da Vermögensbildung aussehen?

Tatsächlich gibt es ein paar einfache Grundregeln, die man bei Investments beherzigen sollte. Sie sind auch für „Normalanleger“ problemlos umsetzbar. Dann kann eigentlich bei der Vermögensbildung wenig schief gehen – auch in schwierigen Zeiten. Hier ein Überblick:

1. Die persönliche Einstellung zu Rendite und Risiko zählt

Mehr Rendite lässt sich nur zu erzielen, wenn man bereit ist, ein höheres Risiko einzugehen. Wer etwas anderes behauptet, weiß nicht, wovon er spricht oder ist „unredlich“. Es ist daher wichtig, sich über die persönliche Rendite-Risiko-Einstellung klar zu werden. Wer sicherheitsorientiert ist, baut auch sichere Geldanlagen.

2. Den Anlagehorizont berücksichtigen

Ist das Geld für die Altersvorsorge gedacht, soll eine Anschaffung finanziert werden oder wird eine Liquiditätsreserve aufgebaut? Die Antwort beeinflusst die Entscheidung, wie lange das Geld angelegt werden sollte (den Anlagehorizont) und wie liquide die Geldanlage sein sollte.

3. Auf Risikodiversifikation achten

Die Mischung macht‘s. Das trifft auch auf Geldanlagen zu. Mit Risikostreuung kann das Gesamtrisiko eines Portfolios reduziert werden. Das gilt sowohl über Anlageklassen hinweg, als auch innerhalb einer Anlageklasse. Also: niemals alles „auf ein Pferd setzen“!

4. Einfache und verständliche Finanzprodukte bevorzugen

Ein guter Rat lautet, nur Finanzprodukte zu kaufen, die man versteht. Hinter komplexen Produkten verstecken sich oft besondere Risiken, hohe Kosten oder schlechte Renditechancen. Die will niemand. Bevor man sich für eine Geldanlage entscheidet, sollte man sich in Form von Fachliteratur oder Online-Ratgebern näher informieren, welche Vor- und Nachteile sie bietet.

5. Langfristig denken und handeln

Für gezielten Vermögensaufbau haben sich langfristig ausgerichtete Strategien bewährt. Sie funktionieren weitgehend unabhängig von Marktentwicklungen und verzichten auf Spekulation. Gut dafür geeignet sind zum Beispiel Fondssparpläne.

6. Kosten nicht vergessen

Viele Anleger schauen bei Investments nur auf die versprochene Rendite, übersehen aber die Anlagekosten. Die erweisen sich oft als echter „Renditekiller“. Mit günstigen Produkten lässt sich schon viel für eine rentierliche Geldanlage tun.

7. Aktien beim Investment nicht vergessen

Die Deutschen gelten als Aktienmuffel. Dabei sind Aktien nachweislich auf lange Sicht überdurchschnittlich rentierlich. Wer diszipliniert ist und Investments durchhält, kann damit kaum etwas verkehrt machen. Eine besonders gute Möglichkeit für Aktienanlagen bieten Aktien-ETFs mit möglichst breiter Streuung.

8. Es muss nicht immer ein komplette Immobilie sein

Immobilien machen als Teil eines Vermögens durchaus Sinn. Nicht jeder hat die Möglichkeit, ein komplettes Objekt zu erwerben. Mit Immobilienfonds ist der Einstieg aber auch schon mit kleineren Beträgen möglich.

9. Staatlich geförderte Anlagen prüfen

Vermögenswirksame Leistungen, Riester-Förderung, Wohnungsbauprämie – der Staat fördert Sparen mit Zuschüssen und Steuervorteilen. Dadurch kann eine Anlage rentierlicher werden. Meist müssen dafür allerdings Beschränkungen bezüglich Verfügbarkeit und Verwendung in Kauf genommen werden. Dies ist bei der Entscheidung immer zu prüfen.

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Ein Gedanke zu „Geldanlage – worauf es ankommt

  • 10. April 2018 um 10:40
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    Hi,
    ich finde es gut, dass du auch die staatlich geförderten Anlagen erwähnst. Die können sich im Vergleich auch richtig auszahlen. Kommt halt auf das Ziel an. Die Bindung und die Bedingungen sind da aber wirklich extrem zu beachten. Das Geld ist halt oft für eine gewisse Zeit gebunden und kann bei vorzeitiger Kündigung mit einer Frist herausgezogen werden. Zusätzlich fallen dann oft auch die Prämien weg und die Beträge müssen nach versteuert werden.

    Lg
    Johannes

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