Ich würde auch Fisch verkaufen!

Vincent von Freaky Finance hat zu seiner ersten Blogparade aufgerufen. Die Blogparade trägt den Titel „Passives Einkommen“ und stimmt auf den Kongress zum Thema „Passives Einkommen“ von Eva von der Vermögensakademie* ein. Auf meinem Blog fehlte bisher noch der Artikel über Passives Einkommen mit P2P Krediten. Bisher habe ich nur über mein passives Haushaltsbuch und meine passive Steuererklärung geschrieben. Da kommt mir die Blogparade gerade recht.

Bevor ich nun loslege, möchte ich wieder vor der Anlageform der P2P Kredite warnen. Bitte lest euch in das Themenfeld sorgfältig ein und investiert keine zu hohen Beträge. Also Faustformel sollten maximal 5-10% eures Portfolios in P2P Krediten stecken. Fangt langsam an und sammelt eure eigenen Erfahrungen. Wenn ihr euch nicht einlesen möchtet, dann schaut doch mal in meine P2P Tutorial Videos auf Youtube rein. Insbesondere auch mein Video „Passives Einkommen mit P2P Krediten„.

Risikohinweis:
Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.

Dies betrifft alle hier beworbenen Plattformen: Mintos, Twino, Viainvest, Viventor, Swaper, EstateGuru, Robocash, DoFinance, Bulkestate u.a.

Bitte beachte, dass dies ein privater Blog ist und meine persönliche Meinung und Erfahrungen widerspiegelt. Auch wenn ich vom P2P Lending / Crowdlending begeistert bin, liegt mein finanzieller Fokus klar auf alt-bewährten Themen wie Börse, Bausparen und Tagesgeld, siehe mein Artikel „Geld anlegen, ist wie Türmchen bauen„. Das sollte dir bewusst sein!

Da ich im Rahmen dieser Blogparade wahrscheinlich neue Leser erreichen werde, die nicht so tief im Thema „P2P Kredite“ sind, teilt sich dieser Artikel in zwei Teile auf. In Teil 1 (gehe direkt zu Teil 1) werfen wir einen Blick auf P2P Kredite. Was ist das überhaupt? Hier möchte ich neue, themenfremde Besucher abholen, die noch nicht in P2P Krediten investiert sind. An dieser Stelle auch einen Hinweis auf meinen P2P Plattform Vergleich, hier findet du eine Menge Details zu den einzelnen Plattformen, auf denen ich aktiv bin.
Wenn du schon Bescheid weißt, dann kannst du gerne zu Teil 2 (gehe direkt zu Teil 2) springen. Hier geht es dann um das „passive Einkommen“ mit den P2P Krediten.

Fangen wir an, viel Spaß!

 

Teil 1 – Was sind überhaupt P2P Kredite?

Vor über einem Jahr bin ich zeitgleich bei Mintos* und TWINO* gestartet. Nach ein paar Monaten, habe ich den Blog ‚Hobbyinvestor‘ gestartet. Das Themenfeld der P2P Kredite / P2P Lending bietet einfach so viele spannende Möglichkeiten, über die ich berichten möchte.

Stand heute bin ich auf sechs Plattformen aktiv. Diese sind Mintos*, TWINO*, Swaper*, Viainvest*, Robocash* und EstateGuru*. Auf Viventor habe ich mich zurückgezogen, hier liegen nur noch ein paar Euros rum, um auf dem Laufenden zu bleiben. Mehr Informationen über die Plattformen findest du in meinem großen P2P Plattform Vergleich, schau dir auch hierzu die Detailseiten der jeweiligen Plattformen an.

Auf den Plattformen erhalte ich eine Rendite zwischen 10% bis fast 14%. Auf meinem Tagesgeldkonto beginnt die Rendite mit einer 0.
Warum vergleiche ich die P2P Rendite mit den Zinsen auf meinem Tagesgeldkonto?
Um dir den Unterschied des Risikos deutlich zu machen!
Mein Geld auf dem Tagesgeldkonto ist durch die Einlagensicherung der Bank gesichert. Sollte die Bank pleitegehen, ist mein Geld sicher.
Bei den P2P Krediten gibt es diesen Schutz nicht. Entsprechend soll dir die hohe Rendite, das hohe Risiko widerspiegeln!

Aber fangen wir mal von vorne an.

Ein P2P Kredit ist ein ganz normaler Kredit. Ein P2P Kredit hat eine definierte Laufzeit, einen definierten Rückzahlungsplan und natürlich müssen auch Zinsen gezahlt werden. Letzten Endes ist ein P2P Kredit ein Kredit, wie ihn jede Bank auch vergeben würde/könnte. Mehr Informationen in meiner FAQ: Was ist ein P2P Kredit?

Was macht den P2P Kredit nun so interessant?

Interessant wird der Kredit, weil du als Privatperson in diesen Kredit investieren kannst und so an den Zinsen, die der Kreditnehmer zahlt, mitverdienst. Eine Bank würde nie auf die Idee kommen, dich an diesem Geschäftsmodell teilhaben zu lassen. Deshalb wirst du bei den P2P Krediten, grob gesagt, zu deiner eigenen Bank. Keine Angst, du brauchst keine finanziellen Rücklagen und musst auch keine Banklizenz beantragen.
Ab 10 Euro kannst du bereits loslegen.

Damit dieses Vorgehen funktioniert, brauchst du aber Hilfe.

Was für Hilfe brauche ich?

Die Erste Hilfe ist, du brauchst jemanden, der Kredite vergibt!

Du willst nicht selbst dauernd Leute suchen, die Geld brauchen. Wo willst du die finden? Diese müsstest du dann auf Bonität prüfen, müsstest die Verträge aufsetzen, müsstest mit denen reden, brauchst eine Buchhaltung usw. bis hin zum Mahnverfahren und Inkasso.
Alles viel zu aufwendig. Deshalb brauchst du Unternehmen, die Kreditgeber genannt werden, die dir die Kredite beschaffen!
Kurzum, du brauchst jemanden, der die Arbeit macht und vor allem vom Kreditgeschäft Ahnung hat.

Die zweite Hilfe ist, du brauchst eine Schnittstelle zwischen dir und eben diesen Kreditgebern.
Warum? Ganz einfach. Du willst ja nicht mit einem Kreditgeber arbeiten, sondern gleich mit mehreren. Zudem möchtest du dein Geld nicht an mehrere Stellen schicken, sondern nur an einer Stelle verwalten.
Du brauchst jemanden, der dir das Handeln der Kredite, sowie die Verwaltung der Kredite abnimmt. Du brauchst eine zentrale Stelle!

Hier kommen die P2P Plattformen wie Mintos*, Robocash*, Viainvest* & Co ins Spiel.

Wie läuft das Investment nun konkret ab?

Max Mustermann will ein neues iPhone. Er braucht unbedingt noch 500 Euro. Diesen Kredit bekommt er z.B. von dem Kreditgeber Banknote.
Banknote ist ein echter Kreditgeber, der auf Verbraucherkredite in Lettland spezialisiert ist und seine Kredite auf Mintos* bereitstellt.

Max Mustermann unterschreibt den Kreditvertrag über 6 Monate Laufzeit und erhält das Geld von Banknote.
Nun kann unser Max losziehen und sich das iPhone kaufen.
In der Zwischenzeit stellt Banknote den Kredit auf Mintos ein.

Wenn du nun auf mintos.com* unter verfügbare Kredite schauen würdest, dann würdest du irgendwann den Kredit von Max Mustermann (der Kredit ist dann natürlich anonymisiert und könnte Max Mustermann nicht mehr zugeordnet werden) sehen und kannst in den 500 Euro starken Kredit nun ab 10 Euro investieren.

Bevor du in den Kredit investierst, solltest du dir aber überlegen, wie du investieren möchtest.

Die Strategie

Du solltest auf die wichtigen Keyfacts achten. Mir persönlich sind wichtig:

  1. Die Laufzeit des Kredits, in diesem Fall 6 Monate
  2. Die Zinshöhe, z.B. 11%
  3. Das der Kredit die Buyback Garantie hat
  4. Von welchem Kreditgeber der Kredit kommt, in diesem Fall – Banknote.

Warum sind mir diese Punkte wichtig? Weil ich eine Strategie habe und die Kredite zu meiner Strategie passen müssen. Deine Strategie kann aber auch ganz anders aussehen. Viele Investoren schließen einzelne Länder aus oder setzen gezielt auf langlaufende Kredite, um nicht ständig von der Verfügbarkeit auf dem Primärmarkt abhängig zu sein.

Meine, persönliche, Strategie sieht wie folgt aus:

  1. Ich nehme nur Kredite mit einer Laufzeit von maximal 12 Monaten.
  2. Ich nehme nur Kredite mit mindestens 11% Zinsen.
  3. Außerdem ich setze nur auf Kredite mit der Buyback Garantie.
  4. Ich achte darauf, dass ich mehrere Kreditgeber im Portfolio habe und nicht alle Kredite nur von einem Anbieter kommen.

Jetzt denkst du? Das ist aber stressig. Die ganzen Kredite nach diesen Kriterien zu durchsuchen. Das kostet doch viel Zeit und macht überhaupt keinen Spaß. Was soll denn daran „Passiv“ sein?

Der Autoinvestor

Sei beruhigt, die manuelle Arbeit ist gar nicht nötig. Die Plattformen bieten dir sogenannte Autoinvestoren (FAQ: Was ist ein Autoinvestor?) oder auch Portfolio-Builder genannt an. Diese Dienste kannst du bequem und einfach deinen Bedürfnissen nach einstellen. Meine vier Punkte von oben habe ich einfach im Autoinvestor hinterlegt.
Ab dann, hast du quasi keine Arbeit mehr. Der Autoinvestor investiert für dich nach deinem Geschmack.

Im folgenden Screenshot habe ich dir den Autoinvestor von Viainvest abgebildet. Du siehst, die Einstellung ist nicht kompliziert und man hat alle Informationen auf einen Blick.

Der Autoinvestor von Viainvest
Der Autoinvestor von Viainvest

Fassen wir mal kurz Zusammen

Max Mustermann braucht einen Kredit. Er geht zu Banknote. Er bekommt den Kredit. Banknote stellt den Kredit bei Mintos ein. Als Mintos Investor könnte es nun sein, dass dein Autoinvestor in diesen Kredit automatisch investiert (Wenn der Kredit zu den Einstellungen deines Autoinvestors passt).
Du erhältst die Zinsen und Rückzahlung und machst Rendite.
Super Sache oder? – Aber was, wenn Max Mustermann plötzlich aufhört, den Kredit zurück zuzahlen?

Hol dir dein E-Book Exemplar GRATIS! Mein neues E-Book „Das 1×1 der P2P Kredite“ schenke ich dir -> hol es dir JETZT!

Die Buyback Garantie

Die lettischen P2P Plattformen (der große P2P Plattform Vergleich) bieten dir eine Buyback Garantie an. Buyback steht für Rückkauf. Das Wort Garantie ist mit Vorsicht zu genießen, ich nennen es lieber „Versprechen“.

Die Buyback Garantie bietet dir einen Schutz an, falls einer der Kredite ausfällt, in denen du investiert bist. Nehmen wir obiges Beispiel.
Max Mustermann verliert seinen Job und kann den Kredit nicht zurückzahlen. Sobald ein Zahlungstermin um 30 bzw. um 60 Tage überschritten wird, kauft dir der Kreditgeber den Kredit wieder zurück. Hier musst du bei der Plattform deines Vertrauens in den FAQs nachlesen, wie genau der Ablauf ist.

Mit dem Rückkauf erhältst du nicht nur dein gesamtes Kapital wieder, sondern auch die nicht erhaltenen Zinsen, so ist es zumindest bei vielen Plattformen in Osteuropa. Bitte prüfe auch dies eigenständig, für die Plattform deines Vertrauens!

Verarscht du mich jetzt?

  • Die Plattformen bietet dir Kredite mit 10-14% Zinsen an.
  • Die Plattformen stellen dir einen Autoinvestor bereit, der nach deinen persönlichen Vorlieben Kredite sucht und in diese investiert.
  • Die Buyback Garantie zahlt dir, bei einem Kreditausfall, dein Geld samt Zinsen zurück.

Das klingt jetzt aber zu sehr nach Märchenstunde. Das kann doch nicht funktionieren?
Wo ist der Haken?

Der Haken!

Natürlich hat die Anlageform einen Haken. Deshalb auch meine Warnung zu Beginn des Artikels. Bitte lies dir diesen Artikel durch: Die Warnung vor dem Einstieg oder schau dir dieses Youtube Video über die Risiken an. Und seien wir ehrlich. Die Anlageform hat nicht nur einen Haken, sie hat mehrere Haken. So wie viele Anlageformen mit interessanter Rendite.

  • Der erste Haken wäre das Ausland.
    Die meisten osteuropäischen Plattformen sitzen in Lettland.
    Schon mal einen Rechtsstreit mit einem Unternehmen in Lettland geführt? Wenn z.B. die Plattform ausfällt? Pleitegeht?
  • Der zweite Haken sind die Kreditgeber.
    Über diese müsste man sich in der Tiefe einlesen. Denn letzten Endes vergeben diese Firmen die Kredite. Um die Qualität der Kreditvergabe beurteilen zu können, müsste man die Firmen genauer betrachten. Meist vertraut man auf die Plattform. Getreu dem Motto, die binden da hoffentlich keine Rohrkrepierer an. Aber schau dir aktuell den Kreditgeber Eurocent auf Mintos an.
  • Der dritte Haken ist die mangelnde Kontrolle.
    Weder die lettischen Plattformen noch deren Kreditgeber unterliegen einer Bankenaufsicht oder Regulierung. Gut, die Bankenaufsicht konnte auch die Finanzkrise 2007/2008 nicht aufhalten. Aber zu wissen, dass die P2P Kredite unter einer gewissen Kontrolle laufen, würde das Vertrauen schon erhöhen. Hier arbeitet man auch dran.
  • Der vierte Haken ist die Transparenz.
    Wie genau die Geschäftsmodelle und die Finanzierungen aussehen, könnte transparenter gestaltet sein. Auch wie sich zum Beispiel die Buyback Garantie finanziert, bleibt ungeklärt.
  • Der fünfte Haken ist die Garantie, die gar keine ist.
    Die Buyback Garantie ist keine Garantie!! Die Buyback Garantie ist ein (loses) Versprechen. Was wenn dem Kreditgeber reihenweiße Kredite ausfallen? Denn, die Buyback Garantie schützt dich vor dem Ausfall eines Kreditnehmers. Sie schützt dich nicht vor dem Ausfall eines Kreditgebers. Wie soll das auch gehen? Ist der Zahlmeister Pleite, dann gibt es kein Geld mehr. Und genau hier liegt der Hund begraben. Viele sehen in der Buyback Garantie eine völlig falsche Form der Absicherung. Mach dir das bitte unbedingt bewusst. Das ist ein ganz wichtiger Faktor!

Mehr Haken fallen mir nicht ein. Sollte aber auch reichen, um abzuschrecken 😉

Das ist doch ein Schneeball/Ponzisystem!

Könnte sein. Ich persönlich glaube es nicht. Natürlich bietet dieses Umfeld den idealen Tummelplatz für ein Ponzisystem. Wer weiß, ob es unter der Vielzahl an Plattformen vielleicht nicht auch ein schwarzes Schaf gibt? Immerhin ist die Branche in Osteuropa noch sehr jung, Erfahrungswerte fehlen.

Aber. Alleine bei Mintos sind über 25 Kreditgeber angebunden. Da müsste man schon wahnsinnige Aufwände betreiben, wenn da ein Ponzisystem hinter stecken würde.

 

Die tatsächlichen Zinsen, die gezahlt werden müssen

Außerdem glaube ich aus einem ganz anderen Grund nicht, dass die P2P Marktplätze Schneeballsysteme sind. Nehmen wir noch einmal unser Beispiel von Max Mustermann her. Max hat von Banknote einen Kredit über 500 Euro erhalten. Weißt du, was Max an Banknote nach den 6 Monaten zurückgezahlt hat?
Rate mal!
Max muss insgesamt 725,16 Euro zurückzahlen, denn Banknote hat Zinssätze von bis zu 142% p.a.

Und das ist nach oben offen! Es gibt, gerade in diesem Bereich der kurzlaufenden Verbraucherkredite, auch 4stellige Prozentsätze! In der Regel laufen dies Verbraucherkredite auch nur wenige Tage / Wochen.
Banknote gibt dir, dafür, dass du ihnen dein Geld zur Verfügung stellst, 11% Zinsen.
Bei den eigentlichen Kreditnehmern nimmt Banknote ein Vielfaches mehr. Denn genau hier wird das Geld verdient.

Und genau aus diesem Gap: 11% <-> 142% verdient Banknote richtig Kohle. Natürlich wird Banknote auch noch was an die P2P Plattform abdrücken. Aber was bleibt da alles noch vom Kuchen übrig!

Auch wenn da mal 20%-30% der Kredite, durch den Buyback, zurückgekauft werden müssen. Was ist das schon?
Zudem muss man sich auch anschauen, was Banknote mit den zurückgekauften Krediten macht.
Nur weil ein Kredit 30-60 Tage nicht bedient wurde, ist dieser gleich ausgefallen.

Nun startet ja erst mal ein Mahnverfahren. Zudem können Kreditnehmer auch wieder verlängern/umschulden. Und dann gibt es noch das Inkassoverfahren.
Und überall hängen wieder Gebühren mit dran, an denen Banknote erneut verdient.

Unterm Strich. Mit dem Geschäftsmodell lässt sich per se einfach viel Geld verdienen. Was glaubst du, wie die Banken sich sonst die ganzen schönen Bürotürmchen leisten können 😉

Die Vorteile der P2P Kredite

Diese Aufgabe überlasse ich nun dir. Les dich in meinen Blog einmal ein und lies auch den zweiten Teil von diesem Artikel. Als Stichpunkte sei dir gesagt:

  • Die Einfachheit
  • Die hohe Rendite
  • Die schnellen Rückflüsse
  • Die Autoinvestoren

 

Teil 2: Passives Einkommen mit P2P Krediten

Mit der Anlage in P2P Krediten lassen sich sehr gut passive Einnahmen generieren.
Warum?

  1. Das Registrieren auf den Plattformen ist schnell und einfach zu erledigen.
  2. Die Einzahlung auf den Plattformen ist per SEPA-Verfahren ebenfalls ohne Schwierigkeiten
  3. Die Konfiguration des Autoinvestors ist nach kurzer Einarbeitung schnell erledigt.

Nach diesen drei Punkten läuft bereits die Maschinerie. Das eingezahlte Kapital wird vom Autoinvestor in die gewünschten Kredite investiert. Auf Wunsch reinvestiert der Autoinvestor auch die Rückzahlungen. Sodass wirklich kein aktives Zutun nötig ist. Nun muss man nur noch auf Punkt 4 warten.

4. Warten auf die ersten Zinszahlungen

Auf den osteuropäischen Plattformen kann man bereits ab 10 Euro in einen Kredit investieren. Legt man beispielsweise in kurz laufende Kredite an, dann erhält man bereits nach wenigen Tagen die ersten Zinseingänge gutgeschrieben. Wenn einmal Fahrt aufgenommen wurde, erhält man wirklich alle paar Tagen Rückflüsse aus den Krediten. Nun könnte man es wirklich richtig passiv angehen und einfach den Autoinvestor laufen lassen und ggf. regelmäßig nachschauen, wie viel Zinsen bereits eingegangen sind. Ich empfehle allerdings, das Thema nicht ganz so passiv anzugehen.

Kapital ist nötig

Um passives Einkommen zu generieren, brauchst du Kapital. Das ist bei den P2P Krediten unerlässlich. Anders als beim schreiben eines E-Books, brauchst du hier bereits Geld um loszulegen.
Die gute Nachricht ist aber, dass du bereits ab 10 Euro pro Kredit beginnen kannst. Das heißt, bereits mit geringen Summen, lässt sich Erfahrung und Kleingeld verdienen.
Mit 100 Euro kannst du, bei Mintos*, Robocash*, Viainvest* schon in 10 Kredite investieren.

Wie passiv ist denn nun Passiv?

Folgenden 6-Punkte-Plan kann ich dir zum regelmäßigen Prüfen ans Herz legen:

  • Prüfe auf der Plattform, ob du Kapital hast, das nicht investiert wurde
  • Prüfe die Einstellungen des Autoinvestors (Zinsänderungen, neue Kreditgeber, neue Länder…)
  • Lese sorgfältig alle E-Mails von den Plattformbetreibern (Es soll tatsächlich Investoren auf Mintos geben, die noch nicht über das Eurocent Problem informiert sind)
  • Betreibt die Plattform einen Blog, besuche diesen regelmäßig
  • Such dir Quellen im Internet, die über deine Plattfom(en) berichten. Zum Beispiel diesen hier 😉
  • Google nach <Der Name der Plattform> + Probleme oder Ärger. (z.B. „Minto Probleme“, „Twino Ärger“ usw.). Schaue, wie die „Stimmung“ ist und was für Probleme gerade aktuell sind.

Die regelmäßige Überprüfung sollte in deinem eigenen Interesse sein. Du legst dein eigenes Geld an und solltest daher „am Ball“ bleiben. Ich empfehle dir daher den Artikel „Warum auch P2P Kredite Arbeit machen

Wie sind die Renditechancen?

Rendite Viainvest
Rendite Viainvest

Bei Mintos und Twino bin ich nun seit einem Jahr aktiv. Bei Mintos* liegt meine Rendite bei 11,6% und bei Twino bei ähnlichen 11,8%.

Dieses Level habe ich aktuell auch bei Swaper, nämlich 11,4%. Bei Viainvest* liegt meine Rendite sogar bei 12,7%. Auf den anderen Plattformen bin ich noch nicht lange genug, um aussagekräftige Ergebnisse zu kommunizieren. Aber die Richtung ist Dieselbe.

Man sieht, die P2P Kredite reizen nicht nur, wegen der ständigen Rückflüssen, sondern hauptsächlich auch wegen der sehr hohen Rendite.

Die schnellen Zinsrückzahlungen

P2P Kredite sind perfekt für das passive Einkommen, da du sehr schnell konstante Rückflüsse erhalten kannst. Du kannst bereits mit 10 Euro in einen Kredit investieren. Investierst du 500 oder 1000 Euro, kannst du in 50 bis 100 Kredite investieren. Auf den P2P Plattformen haben oft die kurz laufenden Verbraucherkredite, auch Payday Loans genannt, die Oberhand. Diese Kredite laufen oft nur zwischen 7-30 Tagen. Das bedeutet, du musst auf die ersten Zinszahlungen nicht lange warten.
Beim Tagesgeld werden dir die Zinsen jährlich gut geschrieben. Bei deutschen Dividendenaktien erhältst du ebenfalls nur einmal im Jahr die Dividende.
Bei den P2P Krediten hast du es selbst in der Hand. Die Kredite laufen sehr kurz oder werden monatlich getilgt. So kannst du sehr schnell Rückflüsse erzielen, also ein idealer Baustein für das passive Einkommen.

Mintos Zins Rückzahlungen
Mein Mintos Kontoauszug der Zinsrückzahlungen

Auf dem obigen Screenshot sieht man meine Zinsrückzahlungen auf der Mintos* Plattform. Man sieht sehr schön, dass fast täglich Zahlungen zu mir zurückfließen. Natürlich darf man jetzt meckern und sagen: „Das sind ja alles nur Cent Beträge!“
Ja, das stimmt. ABER! Auf Mintos bin ich mit nur 500 Euro aktiv. Und aus 500 Euro, wurden nach einem Jahr bereits fast 560 Euro! Das heißt, auch Kleinvieh macht Mist.

Hinzu kommt, das Mintos* nicht die einzige Plattform ist. Meist ist man auf mehreren Plattformen aktiv.

Die negativen Punkte

P2P Kredite verlocken zu sehr. Deshalb sollte man immer auf die Bremse treten und nur sehr vorsichtig und defensiv sein Geld setzen. Halte dir immer wieder vor Augen, dass es sich hier um eine sehr riskante Anlageform handelt.  Das Risiko ist sehr hoch, deshalb solltest du keine großen Summen setzen. Denke an die beliebte Faustformel, maximal 5-10% deines Kapitals in P2P Kredite zu investieren, auch wenn die hohe Rendite noch so lockt. Ich empfehle dir daher mein Video – Die Risiken der P2P Kredite anzuschauen!

Ein weiterer negativer Punkt ist die mangelhafte Planbarkeit. Die meisten der P2P Plattformen sind noch sehr jung. Keiner weiß, was in den nächsten Jahren in diesem Markt noch alles passieren wird. Gegenüber einer Dividendenstrategie kann man daher nicht wirklich langfristig planen.
Selbst wenn ich jetzt 100.000 Euro für P2P Kredite übrig hätte und sagen würde, ich lebe jetzt von den Zinseinkünften, wäre mir das viel zu riskant. Wer weiß, wie sich die Plattformen in den nächsten Jahren entwickeln. Auch was passiert, wenn mal eine Finanz-/Wirtschaftskrise vorbei schaut?

Ich würde auch Fisch verkaufen!

Warum investiere ich persönlich in P2P Kredite?
Meine Motivation ist nicht das „passive Einkommen“ an sich. Ich mag den Begriff nicht wirklich.
Ich habe zwei Beweggründe.
Eine Motivation und ein Ziel.

Die Motivation ist das Konzept. Ich finde es einfach total cool, wie schnell und einfach ich selbst über meine Geldanlage entscheiden kann. Mein Geld wird nicht von einer Bank oder einem Versicherungskonzern verwaltet, sondern von mir selbst. Per Mausklick, am Feierabend!
Wie beim Aktien und ETF Handel bin ich unabhängig.

Ich alleine entscheide, ob ich 50 Euro in ein Wohnungsprojekt (EstateGuru*) in Estland stecke oder nicht.
Auch treffe ich die Entscheidung, ob ich 10 Euro in einen Kredit für einen Autokauf investiere.

Das ist einfach genial! Meiner Meinung nach ist das die Zukunft! Die Banken werden sich noch ganz schön umschauen.

Das Ziel ist etwas weniger emotional. Mein Ziel heißt: RENDITE mit minimalem Aufwand!

Natürlich ist es eine feine Sache, stetig Rückflüsse zu erzielen. Aber was mache ich damit? Ich reinvestiere sie direkt in neue Kredite. Mein Ziel ist es daher nicht, ein passives Einkommen zu erreichen, sondern mit möglichst wenig Aufwand, eine gute Rendite erzielen. Ich würde auch Fisch verkaufen, wenn ich dasselbe Aufwand/Rendite – Verhältnis hätte. Hab ich aber nicht, deshalb die P2P Kredite.
Aktuell habe ich eher ein kleines Häufchen Kapital. Mein Ziel ist es nicht, aus diesem kleinen Häufchen monatlich was zu entnehmen, Nein, im Gegenteil. Ich will dieses Häufchen langfristig zu einem stattlichen Haufen machen. Und dazu brauche ich eine gute Rendite mit möglichst geringem Aufwand.

P2P Kredite sind ein Baustein, ich gebe zu, ein kleiner Baustein, um meinen Turm groß zu machen. Denn Geld anlegen, ist wie Türmchen bauen. Du solltest immer mit mehreren Bausteinen bauen -> Diversifikation!

Hol dir dein E-Book Exemplar GRATIS! Mein neues E-Book „Das 1×1 der P2P Kredite“ schenke ich dir -> hol es dir JETZT!

Fazit

Du hast es geschafft! Du hast den Artikel gelesen und das Ende erreicht.
Was soll nun hängen bleiben?

Ja, mit P2P Krediten lassen sich Zinseinkünfte generieren. Diese werden nicht jährlich gutgeschrieben, sondern ad-hoc. Deshalb sind P2P Kredite eine super Sache um passives Einkommen zu generieren.
Mit den P2P Krediten kann man eine sehr hohe Rendite, mit einem sehr geringen Aufwand (Achtung! hier steht geringer Aufwand, NICHT geringes Risiko!) einfahren.
Ich persönlich, sehe ich die P2P Kredite eher als eine Möglichkeit eine super Rendite zu erwirtschaften, um mein Kapital schneller anwachsen zu lassen. Für mich persönlich ist das passive Einkommen uninteressant. Ich habe bisher nicht einmal die Rückflüsse auszahlen lassen, um das Geld auszugeben. Von daher ist das passive Einkommen, für mich, völlig nebensächlich.

Werfe auch einen Blick auf die anderen Artikel dieser Blog-Parade. Florian spricht über die Dividende und warum er passives Einkommen möchte. Christian stellt seine passive Einkommen vor und spricht über die Zukunft.
Und Anton stellt sein Amazon Warenlager vor. Viel Spaß beo stöbern!

Wie sind deine Erfahrungen mit P2P Krediten? Lebst du vom Passives Einkommen mit P2P Krediten?

 

 

 

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7 Gedanken zu „Ich würde auch Fisch verkaufen!

  • 15. August 2017 um 22:13
    Permalink

    Hallo Sebastian,

    Interessanter Beitrag. Ich hatte auch überlegt ein Teil in P2P Kredite zu investieren. Bin aber erstmal dabei mich einzulesen und mich über Erfahrungen anderer kundig zu machen. Vielleicht hilft mir Jemand dein Blog dazu weiter. Ich werde nun desöfteren mal vorbeischaue.

    Eine Frage habe ich auch zur Rendite:

    In deinem Beispiel sprichst du von 11% Rendite für ein Anlagehorizont von 6 Monate. Im Jahr könntest du den Vorgang also zweimal durchführen. Dann wäre aber deine Rendite doppelt so hoch. Oder beziehst du die Rendite immer auf das Gesamtjahr? Beim Lesen bin ich von Rendite pro Kredit ausgegangen.

    king Regards
    Christian

    Eine

    Antwort
    • 16. August 2017 um 7:28
      Permalink

      Hi Christian,

      ich würde mich sehr freuen, wenn du regelmäßig vorbei schaust 😉

      Die Angabe der Verzinsung der Kredite bezieht sich immer auf ein Jahr.
      Wenn du 100€ in eine Kredit investierst der 1 Jahr läuft und einen Zins von 10% hat, dann bekommst du 10€ Zinsen gezahlt.
      Hat der Kredit eine Laufzeit von 6 Monaten, bekommst du 5€ Zinsen.
      Bei Krediten mit einer Laufzeit von 3 Monaten, wären es dann 2,5€ Zinseinkünfte. Natürlich immer alles VOR Steuern.

      Deine jährliche Rendite erhöht sich aber, wenn du alles immer reinvestierst. Angenommen die 100€ gehen wieder in den 6-monatigen Kredit.

      Dann hast du nach 6 Monaten 105€ auf dem Konto. Hättest du 200€ in zwei 6-Monats-Kredite investiert, dann hättest du nach 6 Monaten aus 200€ schon 210€ gemacht.
      Und nun könntest du schon 10€ mehr in einen weiteren Kredit investieren.
      Und genau hier steigert sich deine Rendite.
      Die ständigen Rückflüsse kannst du nämlich immer wieder neu reinvestieren.

      Schöne Grüße
      Sebastian

      Antwort
  • 16. August 2017 um 11:15
    Permalink

    Toller Artikel, sehr informativ und lesenswert
    Danke

    Antwort
    • 16. August 2017 um 12:51
      Permalink

      Hallo TheHill,

      freut mich zu hören!

      Schöne Grüße
      Sebastian

      Antwort
  • 17. August 2017 um 23:09
    Permalink

    Moin Sebastian,
    super Artikel! Gerade auf die Risiken kann man gar nicht genug hinweisen.

    Aber der Finanzfisch ist unverkäuflich 😉

    Beste Grüße
    Tobias

    Antwort
    • 18. August 2017 um 18:47
      Permalink

      Hi Tobias,

      wenn Fisch, dann wurde mir schon Räucheraal empfohlen 😂

      Schöne Grüße
      Sebastian

      Antwort
  • Pingback: Vom Streben nach Passivität (Blogparade Passives Einkommen) – Der Finanzfisch

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