Warum ich Aktien schei├če suboptimal finde ­čôë

Ja, der Titel ist etwas plakativ aber nicht ganz unwahr.

Ich investiere nicht direkt in Aktien!

Genauer gesagt, ich mag keine Einzelaktien. Mein Depot selbst mit diversen, handverlesenen Aktien aufzubauen, zu diversifizieren, zu analysieren und zu verwalten, nein danke! Wenn Aktien, dann nur ├╝ber gro├če, sinnvolle Indizes. Mir kommen nur ETFs ins Haus.
Warum ich so denke und was mir an Aktien nicht passt, erf├Ąhrst du in diesem Artikel.

Warum ich keine Aktien mag

Jeder, der aktuell etwas an Rendite erwirtschaften m├Âchte, kommt an der B├Ârse nicht vorbei. Und hier sind Aktien nun einmal das bekannteste Produkt. In den meisten K├Âpfen ist der Aktienhandel schnell und hektisch. Schnell kaufen und schnell wieder verkaufen, so wird es in Filmen gerne gezeigt. Schnell reich werden, das ist oft der Traum.

Doch auch Anf├Ąnger haben mittlerweile die Worte „Buy & Hold“ geh├Ârt. Kaufen und halten.
Warum ist das Kaufen und Halten so wichtig? Weil sich die B├Ârse, auf lange Sicht gesehen, immer gesteigert hat.

DAX Chart seit 1959
DAX Chart seit 1959 (Quelle: finanzen.net)

Der obige DAX-Chart zeigt die Entwicklung seit 1959. Jede Krise und jeden Kurseinbruch hat der DAX mitgemacht und hat sich anschlie├čend wieder davon erholt. Dieser Chart sieht beim Dow Jones, dem S&P500 oder dem EURO STOXX ├Ąhnlich aus, es geht langfristig immer nach oben!

Deshalb gibt es die Faustformel, Buy & Hold. Auch wenn der Kurs sinkt, irgendwann steigt er wieder. Auf einen stabilen Index (Dax, Dow Jones, …) bezogen, gehe ich diese Aussage mit. Deshalb bin ich ein sehr gro├čer Freund von ETFs, die genau diese Indizes abbilden.
Was meine Investments an der B├Ârse betrifft, so setzte ich ausschlie├člich auf ETFs. Was einzelne Aktien betrifft, sehe ich die Aussage deutlich kritischer. Auf eine Aktie bezogen ist die Aussage „irgendwann steigt das wieder“ ein Trugschluss, eine L├╝ge.

Es kann steigen, muss aber nicht. Oft ist es sogar so, dass es noch weiter bergab geht.

Ein paar Beispiele

Lass mich konkreter werden. Suchen wir Beispiele. Wenn du nun denkst, ich habe hier lange f├╝r Recherchieren m├╝ssen, dann t├Ąuscht du dich. Beispiele wie die folgenden Firmen gibt es wie Sand am Meer.
Fangen wir mit der „Volksaktie“ der Deutschen an. Die Aktie der Deutschen Telekom. Die T-Aktie. Wer kennt sie noch, die tollen Werbespots mit Manfred Krug, so um 1996 rum? Als Volksaktie wurde die Telekom gehypt. Die perfekte Altersvorsorge f├╝r Lieschen M├╝ller und Oma Erna. Was sollte da schon schief gehen?

Kursverlauf der deutschen Telekom Aktie
Kursverlauf der deutschen Telekom Aktie (Quelle: finanzen.net)

Anhand des Charts kannst du schon erahnen, auf was ich hinaus will. Angenommen, du hast im Jahr 2000 f├╝r 60 oder 70 Euro Aktien gezeichnet, was nun? Nach 18 Jahren Buy & Hold sieht die Lage nicht ansatzweise entspannt aus. Wer h├Ątte das damals erwartet? Die Telekom. Das war DER Marktf├╝hrer. Und nun? Die Aktie tritt quasi seit 17 Jahren auf der Stelle.

1998 wurde in Deutschland der Telefonmarkt liberalisiert. Die Telekom verlor ihr Monopol. Wer kennt noch die warnenden Hinweise der Eltern „Du telefonierst erst nach 18 Uhr!“. Denn abends wurde das Telefonieren billiger.
Die ersten paar Jahre konnte die Telekom sich noch gegen die neue Konkurrenz behaupten. Die Verbraucher waren zuerst misstrauisch, die neuen Player mussten sich erst beweisen und etablieren.
1998 hat ein 2,5 Minuten Gespr├Ąch rund 74 Cent gekostet. 2007 dann nur noch rund 3 Cent (Quelle: Welt.de). Diese Preise h├Ątte man 1998 f├╝r unm├Âglich gehalten. Heute zahlt man quasi gar nicht mehr, jeder hat eine Flatrate.

Du siehst, der Markt und die Zeiten ├Ąndern sich teilweise rasant. Es spricht nichts daf├╝r, dass die T-Aktie je wieder in die Regionen von 60-70 Euro kommen k├Ânnte. Der Markt und das Gesch├Ąftsmodell von 1998 gibt es faktisch so heute nicht mehr. Heute zahlt niemand mehr gro├č Geld f├╝r das Telefonieren.

Vielleicht ein Einzelfall denkst du? Nein, so absolut ├╝berhaupt nicht.

Solarworld

Schauen wir mal einen Blick auf erneuerbare Energien. Solarworld. Ein deutscher Hoffnungstr├Ąger im Solarstromgesch├Ąft. Solarstrom ist die Zukunft! Jahrelang stiegen die Ums├Ątze. Die Zahlen waren blendend, man wollte sogar General Motors Teile von Opel abkaufen. Der Aktienkurs ging ab wie eine Rakete. Solarstrom sollte das Ding der Zukunft werden!

Kursverlauf Solarworld
Kursverlauf der Solarworld Aktie (Quelle: finanzen.net)

Wer hier zwischen 2006 und 2008 eingestiegen ist und auf ein Buy & Hold gesetzt hat … Gute Nacht. Sch├Âne Schei├če. Solarworld hat im M├Ąrz diesen Jahres Insolvenz angemeldet. Der Kurs liegt aktuell bei 1,18 Euro. Ein Blick in die Glaskugel ist ├╝berfl├╝ssig, was soll hier noch kommen?

Beim Reinfall „Erneuerbare Energien“ ist Solarworld kein Einzelfall. Dem Ein oder Anderen ist vielleicht auch Nordex SE ein Begriff. Ein deutscher Hersteller von Windkraftanlagen, der im TecDAX gelistet ist. Die aktuellen Zahlen sehen zwar ganz solide aus, Investoren, die fr├╝h eingestiegen sind, schauen trotzdem seit ├╝ber 15 Jahren in die R├Âhre.

nordex aktien kursverlauf
Kursverlauf der Nordex SE seit 2002 (Quelle: finanzen.net)

Keine Aktie aber dieselbe Branche. Prokon. Die Hoffnung im Bereich Windkraft. Prokon sammelte per Werbeflyer Geld ein. Vielleicht hattest auch du mal einen Prospekt von Prokon ungefragt im Briefkasten. Alles sah gar nicht so schlecht aus. Windenergie. Die Zukunft. Sauberer ├ľkostrom, was willst du mehr? Bis zu 8% Rendite wurden versprochen.
Prokon konnte von ├╝ber 200.000 Anlegern 8,5 Mrd. Euro einsammeln. Bitte noch einmal lesen, 8,5 MILLIARDEN, nicht Millionen (Quelle: sueddeutsche.de)! Und dann war die Firma pl├Âtzlich insolvent. Die meisten wirtschaftlichen Berechnungen der Windparks haben nicht gestimmt.
Obwohl gr├╝ner Strom doch die Zukunft sein soll. Solarworld – weg, Nordex – ein Disaster, Prokon – weg.

Ja, ja. Ich wei├č, jetzt kommen die Klugschei├čer. „In ├ľkostrom h├Ątte ich nie investiert“. Ja, vielleicht w├Ąrst du so schlau gewesen. Vielleicht w├Ąrst du die IQ-Bestie gewesen, die lieber auf Klassiker setzt. Auf eine Branche, die schon seit Jahrtausenden existiert. Die Banken! Was soll hier schief laufen? Geld brauchen die Leute immer!

Die Bankaktien – Commerzbank und Deutsche Bank

Alle die, die Telekom noch nie leiden konnten und genau wussten, dass neumodischer Schnick-Schnack wie Solarworld keine Chance haben, die haben nach „Rock-Solid-Branchen“ gesucht. Wie w├Ąre es dann mit Aktien von Banken. Schlie├člich gibt es schon seit Jahrhunderten Banken. Die haben zudem auch das Kaiserreich ├╝berlebt. Was soll da bitte passieren? Da kommen z.B. traditionsreiche Banken wie die Deutsche Bank oder die Commerzbank infrage.

Die Commerzbank, 1870 gegr├╝ndet. Hat Weltkriege ├╝berstanden, bis diese bl├Âde Finanzkrise kam.

Kursverlauf der Commerzbank Aktie
Kursverlauf der Commerzbank Aktie (Quelle: finanzen.net)

Seit dem Bankencrash und der Teilverstaatlichung l├Ąuft gar nichts mehr. Wer hier bei 160 – 200 Euro eingestiegen ist und Buy & Hold betreibt, der darf sich jetzt ├╝ber einen Kurs von unter 9 Euro freuen. Wahre Freude sieht anders aus. Bei einer Bankenaktien!
Aber auch hier, die Commerzbank ist kein Einzelfall in ihrer Branche. Bei der Deutschen Bank sieht es nicht viel rosiger aus.

Kursverlauf der Deutschen Bank
Kursverlauf der Deutschen Bank (Quelle: finanzen.net)

Wer bei der Deutschen Bank bei 70 – 90 Euro eingestiegen ist, darf sich aktuell ├╝ber knapp 9 Euro freuen. Ob hier jemals wieder 70-80 Euro drin sind? Vielleicht f├╝r Leute die ganz, ganz, ganz lange leben wollen?! Ich wei├č es nicht.
Auch US Banken knabbern noch an den Folgen, wie z.B. Bank of America oder die Citigroup.

Aber nicht nur einige Banken hat es mehr als hart getroffen. Schauen wir mal in den Energie Sektor.

Die gro├čen Energiekonzerne

E.ON wird jedem ein Begriff sein. H├Âchststand bei knapp 46 Euro im Jahr 2008. 10 Jahre sp├Ąter liegt der Kurs heute bei 9,62 Euro.

E.ON Aktien kursverlauf
Kursverlauf von E.ON (Quelle: Finanzen.net)

RWE, der n├Ąchste gro├če Energieversorger in Deutschland, hat ein ├Ąhnliches Kursbild.

RWE Aktien Kursverlauf
Kursverlauf der RWE (Quelle: Finanzen.net)

Wer bei RWE 2007 mit 90-100 Euro eingestiegen ist, der wird ordentlich heizen m├╝ssen, um den aktuellen Kurs von 21 Euro ertragen zu k├Ânnen. Nicht nur die Energieversorger, auch die Mineral├Âlkonzerne hat es hart getroffen.

Shell (Royal Dutch Shell), der Kurs steht heute bei 30 Euro. Und genau bei 30 Euro stand der Kurs auch im Jahr 1998. Gerettet h├Ątten dich hier nur die Dividendenzahlungen.
W├Ąrst du bei BP im Jahr 2000 bei 9 Euro eingestiegen, w├Ąrst du heute bei 6,47 Euro.
Nur Exxon konnte so halbwegs ├╝berzeugen, wobei auch hier der aktuelle Kurs beim Kurs von 2010 liegt. Also auch hier sind die letzten 8 Jahre f├╝r umme gewesen.

Singulus

Kennt jemand von euch Singulus. Einen deutschen Maschinenbauer. Genau, Maschinenbau, das deutsche Aush├Ąngeschild im Ausland. Exportweltmeister Deutschland, dank den deutschen Ingenieuren! Singulus hatte eine tolle Zeit im neuen Markt und erfreute viele Anleger. Die Aktie war im TecDAX gelistet.

Kursverlauf der Singulus Aktie
Kursverlauf der Singulus Aktie (Quelle: finanzen.net)

Wenn ich das gerade richtig sehe, lag der Kurs bei ├╝ber 10.500,00 Euro und nun bei 8,12 Euro. Hier sollten selbst die optimistischsten Optimisten zum heulen kommen. Wer hier seit 2001 auf Buy & Hold setzt und hofft, der hat wahrscheinlich einen sehr guten Beruhigungstee oder bezieht illegale Substanzen aus Amsterdam.

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Asian Bamboo

Auch ein toller Hype, eine Firma, die auf Bambus setzte. ├ľko und Gr├╝n. Bambos ein toller, schnell wachsender Rohstoff. Gehypt und geliebt. Die Ums├Ątze und Gewinne vervielfachten sich zwischen 2007 und 2011.

Kursverlauf Asian Bamboo
Kursverlauf Asian Bamboo

Von 16 Euro wurde die Aktie auf 43 Euro gepusht. Heute ist die Aktie ein Pennystock. 2 Cent ist der aktuelle Kurs. Auch hier sehe ich keine Buy & Hold Zukunft, zumal das Unternehmen insolvent ist.

Das Handelsunternehmen – Die Metro

Metro, Real (die Superm├Ąrkte), Saturn, Mediamarkt und und und. 150.000 Mitarbeiter. Fast 40 Mrd. Euro Umsatz.
Der Metro-Konzern ist der Handelskonzern in Deutschland. Im Juli 2017 trennte man den Gro├č- und Einzelhandel vom Elektrohandel. Die „neue“ Metro AG ging mit 20 Euro an den Start und ist seither im Sinkflug. Aktuell liegt der Kurs bei 10 Euro. Die „Analysten“ (nicht das ich da gro├č was drauf geben w├╝rde) sind mit dem Ausblick sehr pessimistisch. Reine Gr├Â├če rettet also auch nicht!

Weitere tolle Beispiele zur eigenen weiteren Recherche

Glaub mir, ich k├Ânnte die ganze Woche weiter machen. Es gibt so viele tolle Beispiele von gro├čen bzw. vielversprechenden Unternehmen, die v├Âllig abgeschmiert sind. Hier sind noch ein paar Beispiele, die du dir noch anschauen kannst:

  • Telegate
    Wer kennt die Werbung noch? „11880 – da werden Sie geholfen“, tolle und lustige Werbung mit Verena Pooth aka Feldbusch. Wie merke ich mir die 11880? Investiere 1188 Euro in die Firma und du bekommst 0 Euro zur├╝ck!
    Von 150 Euro auf aktuell 1,12 Euro. Na? Wer war dabei?
  • Aixtron
    Ebenfalls ein vielversprechender Maschinenbauer aus Deutschland. H├Âchststand bei 80 Euro, handelt man die Aktie nun bei schlanken 11,69 Euro.
  • K+S AG
    Kennt vielleicht jemand unter dem Namen „Kali und Salz“. Unter anderem der gr├Â├čte Salzproduzent der Welt. Wer hier 2006 bei ~80 Euro eingestiegen ist, wartet seither bei rund 21 Euro auf die „gute alte Zeit“.
  • Air Berlin
    Ich glaub, das kann ich mir schenken oder?
  • Infinion, TUI, OSRAM, und und und …

Aktien sind und bleiben riskant

Wir haben uns nun viele gro├če und weniger gro├če Aktien angeschaut, die alle dein Geld deutlich reduziert h├Ątten. Nat├╝rlich kommen nun Spr├╝che „Wer war den so bl├Âd und hat die Aktie damals gekauft?“. Kurze Antwort: Viele!
Wer h├Ątte denn bei E.ON einen solchen Einbruch erwartet? Oder bei der Deutschen Bank? Oder der Deutschen Telekom?

Kein Mensch der Welt h├Ątte es f├╝r m├Âglich gehalten, dass eine Gro├čbank wie Lehman Brothers ├╝ber Nacht Pleite geht.

Ich bin daher absolut kein Freund von Einzelaktien im Depot.

Es gibt so viele „sichere“, „perfekte“, „leichte“ Strategien, wie man ganz tolle Aktien finden kann. Die Freude bei Gewinnen ist dann gro├č.┬á Man findet im Internet auf Blogs meist immer nur die „Gewinne“. Blogger berichten, was f├╝r tolle Aktien sie gekauft haben und wie die durch die Decke gehen. Wie viele schei├č Aktien der Typ davor hatte, erf├Ąhrst du nicht.

Gehypt oder nicht?

Klar gehen Aktien wie Tesla oder Netflix steil nach oben. Aber wer wei├č, ob es die Firmen in 5 Jahren noch geben wird? Was wenn die Chinesen mit Byton pl├Âtzlich Gummi auf die Stra├če bekommen? Und vielleicht sogar noch bessere Akkus anbieten als Tesla?
Was wenn wir in 5 Jahren Filme und Serien gar nicht mehr streamen? Oder Disney n├Ąchstes Jahr alle abschie├čt?

Es muss ja nicht einmal die wirtschaftliche Entwicklung der Firma schlecht laufen oder sich der Zeitgeist radikal ├Ąndern. Auch Betrug ist immer wieder ein Thema. Stell dir vor du liest morgens in der Zeitung pl├Âtzlich, dass Valeant Pharmaceuticals oder Baan Bilanzf├Ąlschung betreiben und du alles fallen l├Ąsst und schnell zum Rechner eilst … Du mit zittrigem Finger in Google die WKN eintippst (ich glaube im Falle von Baan war das noch Fireball oder Yahoo) und du betest, dass wenigstens noch die H├Ąlfte da ist. Ja, dann wei├čt du, dass du eigentlich gar keine Aktien magst.

Glaubst du mir Alles nicht? Kennst du Daniel den Finanzrocker?

Das Leiden des Finanzrocker

Daniel Korth alias Der Finanzrocker muss ich bestimmt nicht vorstellen. Seit gef├╝hlter Ewigkeit k├╝mmert er sich um seine Finanzen, bloggt, schreibt B├╝cher und ist ein gro├čer Fan von Aktien. Nebenbei betreibt er, zusammen mit┬áAlbert Warnecke – dem Finanzwesir – den Podcast „Der Finanzwesir rockt“. Der Podcast geh├Ârt zum Besten, was die Finanz-Podcast-Welt bietet und jede Folge wird von mir angeh├Ârt. So auch die Folge 55 Aktienanalysen, die Ende M├Ąrz 2018 erschien.
Die Folge war nat├╝rlich ganz auf Daniel zugeschnitten. Er erz├Ąhlte und erz├Ąhlte ├╝ber Techniken der Auswahl, Kennzahlen und dass man unbedingt das Produkt verstehen m├╝sse.

Ich muss ganz ehrlich zugeben, ich musste mich durch diese Folge echt k├Ąmpfen, da ich als ETF Investor den ganzen Schnick-Schnack ├╝berhaupt nicht nachvollziehen kann. Wieso soll ich einen Gesch├Ąftsbericht lesen? Warum mich mit dem KGV besch├Ąftigen? Egal, man erkannte aber, dass Daniel voll in seinem Element war.
Das Fazit der Folge l├Ąsst sich grob mit dem Satz „Kaufe keine Aktie, ohne eine gr├╝ndliche Analyse gemacht zu haben“.

Warum erz├Ąhle ich ├╝ber den „Finanzwesir rockt“ Podcast?

Zumal mir die Folge gar nicht gefallen hat! Der Grund ist ein Newsletter von Daniel, der gut 2 Monate nach der Podcast-Folge verschickt wurde. Am 03. Juni schickte Daniel wieder einen Finanzrocker Newsletter an alle Abonnenten. Dieser Newsletter hatte den Titel „Halbjahresfazit: Achterbahnfahrt im Depot“.

Und nun k├Ânnt ihr vielleicht Ahnen, von welchem Leid Daniel berichtet hat. Seine Depotentwicklung hatte in 2018 bisher einen schlechten Verlauf gehabt.

Er kaufte die KPS AG. Der Aktienkurs ging darauf hin erst mal -40% in den Keller. Die letzten 6 Monate liegen sogar bei -47%. Er kaufte Bet-at-home Aktien, die daraufhin um -35% nachgaben. Daniel kaufte den chinesischen Autobauer BYD, hier ging es dann -25% runter.

Wenn es doof l├Ąuft dann gleich richtig. Zu allem ├ťberfluss verlor er auch noch bei Altria 95% seiner Gewinne.
Aber zum Gl├╝ck lief SIXT mit ├╝ber 38% Kursgewinn zu seinen Gunsten.

Du siehst also, Daniel konnte 4 Aktien im Newsletter nennen, die richtig schlecht gelaufen sind und nur eine Aktie, die richtig gut Power gegeben hat. Damit ist Daniel ist ein super Beispiel f├╝r die Unberechenbarkeit der B├Ârse. Wer die Podcast Folge geh├Ârt hat wei├č, wie viel Energie und Aufwand er in die einzelnen Aktienanalysen steckt. Daniel besitzt ein gro├čes Know-How, ist sehr kompetent und macht die Analysen mit viel Leidenschaft. Trotzdem sind auch Investoren wie er, nicht vor der Willk├╝r der B├Ârse gesch├╝tzt.
Du kannst noch und n├Âcher Analysen fahren. Analysieren bist du tot umf├Ąllst.
K├Ânntest du damit verl├Ąsslich Gewinner vorhersagen, w├Ąrst du unermesslich reich.
Es geht einfach nicht!

Besonders toll fand ich die Aussage von Daniel im Newsletter „H├Ątte ich nur auf meine 7 ETFs gesetzt, w├Ąre ich besser gefahren.“.
Er w├Ąre nicht nur besser damit gefahren, er h├Ątte sich auch viele Stunden Zeit schenken k├Ânnen.

Mein Fazit – Warum du nicht in Aktien sondern in ETFs investieren solltest!

Momentan gibt es fast t├Ąglich neue Finanzblogger die ├╝ber ihre Investments bloggen. Dazu geh├Âre auch ich. Das finde ich eine tolle Entwicklung und ich lese gerne die Beitr├Ąge meiner Bloggerkollegen. Diese sind meist eine tolle Inspiration und ich habe schon viele tolle Informationen daraus ziehen k├Ânnen.

Aktuell befinden sich die B├Ârsen in einem Bullenmarkt. Der Bullenmarkt steht f├╝r anhaltend steigende Kurse.

Vergleich Dax und Dow Jones
Vergleich DAX und Dow Jones (Quelle: boerse.de)

Schaut man sich die gro├čen Charts an wie den DAX und den Dow Jones, dann sieht man, diese steigen seit 8 Jahren. Seit 8 Jahren steigt fast alles. Das befl├╝gelt viele. Manch einer ist von seinen K├Ąufen so begeistert, da werden gleich mal eigene Bewertungsstrategien erstellt und im Blog angepriesen.
Seitenlange Artikel ├╝ber wichtige Kennzahlen und bei welchen Ranges gekauft werden soll. Alles sch├Ân und gut. Aber bei fast allen, die solche Aktienanalysen und Kaufmuster erstellen und davon berichten, kann man zwischen den Zeilen lesen und erfahren, dass die alle bisher nur den Bullenmarkt mitgemacht haben. Einen Crash hat kaum einer mitgemacht.

Ja, es ist toll, wie sich viele Firmen in den letzten Jahren entwickelt haben. Aber ganz ehrlich. Ein Affe h├Ątte 2010 ein Depot aus DAX und Dow Jones Titeln erstellen k├Ânnen und w├Ąre heute im Plus. Nicht das ich Affen f├╝r dumm halte. Und Gott bewahre, auch ganz sicher nicht meine Bloggerkollegen. Aber ich lese viel zu wenig negatives ├╝ber Aktien. In den letzten 8 Jahren ging fast alles nach oben. Da h├Ąttest du mit Pendeln und M├╝nzwurf gute Aktien finden k├Ânnen.

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Der B├Ąrenmarkt

Aber was viele noch nie mitgemacht haben ist, dass sich Aktien ganz schnell in die andere Richtung drehen k├Ânnen.
Spiel mal mit deinem Depot einen B├Ąrenmarkt (dauerhaft sinkende Kurse) durch. In einem B├Ąrenmarkt gibt es keine Logik. Da gibt es keine Vernunft und als allerletztes gibt es da nachvollziehbare Kursverl├Ąufe. Da bringt es dir einen Schei├č, dass deine Aktie vorher gute Kennzahlen hatte.

Nat├╝rlich erholen sich viele, die meisten, einige, ein paar der Aktien wieder und nicht immer muss man 15 oder 20 Jahre warten, bis alte Kursst├Ąnde wieder erreicht sind. Aber das kann dir keiner vorher sagen. Daher kann ich dir nur raten, setze nicht einfach blind auf die „Buy and Hold Strategie„. Das halte ich f├╝r sehr fahrl├Ąssig und dumm.

Ich finde es wirklich gro├čartig von Daniel, dass ein so gro├čer Blogger und Aktienk├Ąufer der so akribisch Aktien analysiert, zeigt, wie man damit trotzdem ins Klo greifen kann.
Eigentlich sollte nun auch noch ein Bericht ├╝ber mein schlimmstes Aktienerlebnis folgen aber das sprengt den Artikel. Ich werden meinen Erfahrungsbericht in zwei Wochen nachreichen. Versprochen, ich lass Daniel da nicht mit alleine stehen. Auch ich schleppe seit 18 Jahre eine Depotleiche als Warnung mit mir rum.

Leg dich heute Abend mal ins Bett und stell dir vor, dein Aktiendepot ist morgen nur noch die H├Ąlfte wert! Viel Spa├č ­čśë

Du hast auch eine schlechte Aktien-Erfahrung gemacht? Ich w├╝rde mich sehr freuen, wenn du diese als Warnung f├╝r andere in die Kommentare schreibst. Vielen Dank!

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27 Gedanken zu „Warum ich Aktien schei├če suboptimal finde ­čôë

  • 25. Juli 2018 um 1:02
    Permalink

    Herzlichen Dank f├╝r die vielen guten Beispiele, deine gro├če M├╝he und deine berechtigte Warnung!
    Jetzt m├╝ssten sich nur noch alle dran halten – dann w├Ąren wir mit dem Thema durch. Die „Stockpicker“ w├Ąren von ihrem Outperformance-Wahn befreit und k├Ânnten sich tausende Stunden Lekt├╝re sparen. Jeder packt sich zwei bis f├╝nf ETFs ins Depot und legt die F├╝├če hoch. Gar keine schlechte Idee – und ganz bestimmt auch mehrheitsf├Ąhig.

    Allein: Hybrispseudoalpham├Ąnnchen wie ich k├Ânnen kein Herdenverhalten. Geht einfach nicht. Danke trotzdem f├╝r den tollen Bekehrungsversuch!

    Antwort
    • 26. Juli 2018 um 20:33
      Permalink

      Hallo Hybrispseudoalpham├Ąnnchen,

      danke f├╝r dein Kommentar, schade, dass mein Bekehrungsversuch gescheitert ist ­čÖé
      Ich dr├╝ck dir alle Daumen!

      Sebastian

      Antwort
  • 25. Juli 2018 um 7:11
    Permalink

    Sch├Âner ausf├╝hrlicher Artikel! Bin ja selbst lediglich in ETFs investiert und kann einige Punkte gut nachvollziehen. Allerdings ist das Dargestellte auch nur die halbe Wahrheit. ­čÖé
    Man darf nicht einfach einzelne Aktien mit marktbreiten ETFs vergleichen, das macht in meinen Augen ├╝berhaupt keinen Sinn. Der Vergleich einer mittleren zweistelligen Anzahl an Aktien verschiedener Branchen etc. w├Ąre da viel passender. Totalausf├Ąlle lassen sich immer finden. Den Artikel h├Ątte man genauso gut mit gegenteiliger Conclusio verfassen k├Ânnen, indem Beispiele mit extrem erfolgreichen Aktien aufgef├╝hrt werden.
    Es ist nat├╝rlich Bullshit sich eine einzige Aktie (z.B. Telekom) ins Depot zu legen und die f├╝r immer zu halten. Wer das mit 30, 40 oder 50 Aktien macht, kann mit dieser Diversifizierung trotzdem einfaches buy-and-hold anwenden. Bei hinreichend gro├čer Anzahl an Aktien schenkt sich das kaum mehr was. Der Grenznutzen der Diversifikation beim ETF nimmt schnell ab. Also es macht kaum einen Unterschied, ob 500 oder 1500 Aktien abgebildet werden. Ob 10 oder 30 abgebildet werden daf├╝r schon.

    Mir gef├Ąllt der Artikel trotzdem gut!

    Gr├╝├če vom Depotstudent Dominik ­čÖé

    Antwort
    • 26. Juli 2018 um 20:37
      Permalink

      Hallo Dominik,

      du hast nat├╝rlich Recht, meine Meinung ist nur die eine Seite einer Medaille.
      Um ein breites Aktiendepot zu besitzen, braucht man aber auch das n├Âtige Kleingeld.
      Es gibt wirklich Leute, die mit einem 100 Euro Sparplan die Amazon Aktie besparen. Bis diese Kollegen ein breites Depot aufgebaut haben …
      Da dann doch lieber einen ETF ­čśë

      Sch├Âne Gr├╝├če
      Sebastian

      Antwort
  • 25. Juli 2018 um 7:54
    Permalink

    Sehr guter Artikel. Ich denke die meisten untersch├Ątzen bei Ihren Analysen gerne den Zeitaufwand, den sie betreiben. Obwohl ich Blogger bin und eigentlich sehr intensiv mit dem Thema besch├Ąftige, habe ich seit Monaten nicht mehr ins Depot geschaut. Wieso auch? Ich habe meine ETFs, kaufe immer weiter zu und lasse es liegen. Sehr zeit- und nervensparend.

    Bei Einzelaktien h├Ątte ich in einer Krise n├Ąmlich auch so meine Sorgen, ob sich das Unternehmen nochmal erholt oder ob ich damit einen Fehler gemacht habe. Mit meinen ETFs kann ich ruhig schlafen, denn irgendetwas in der Wirtschaft funktioniert immer.

    Sch├Âne Gr├╝├če
    Dominik

    Antwort
    • 26. Juli 2018 um 20:39
      Permalink

      Moin Dominik,

      vielen Dank f├╝r deinen Zuspruch.
      Ich sehe, da sind wir einer Meinung!

      Und viel Erfolg und Gl├╝ck mit deinem Buch!

      Sch├Âne Gr├╝├če
      Sebastian

      Antwort
  • 25. Juli 2018 um 10:01
    Permalink

    Als jemand der die ganze Strecke von (nur) Einzelaktien ueber (etw) Fonds zu (fast nur noch) ETFs gegangen ist:
    Da alle Strategien mit Wenn’s und Dann’s und Aber’s verknuepft werden muessen (keine einfache Antworten auf komplexe Fragen):
    1) Du brauchst die Strategie, die (jetzt) am besten zu dir persoenlich passt und damit faengst du an!
    2) Je nach Naturell, versuchst du dich Weiterzubilden, zu lernen an deiner Persoenlichkeit zu arbeiten (Selbstreflexion, Aengste erkennen, dein Verhalten hinterfragen)
    (Hier liegt der groesste Hund begraben. Wer zittrig seine ETFs rausschmeisst, weil ein Donnerwetter ueber die Erde fegt, ist per se dem Einzelaktien-Anleger nicht ueberlegen.)
    3) Entsprechend ist dann die aktuelle Strategie immer das, was (gerade) am besten zu Dir passt

    Quantitativ laesst sich schon sagen, dass fuer die meisten ETFs „weniger schlecht“ waeren.
    Aber das gilt vielleicht nicht fuer jeden. Wir sind ja auch unterschiedlich gemacht – und das ist auch gut so.

    Als ETF-Profiteure brauchen wir die Einzelaktien-Anleger, Faktor-Beachter, Optionen-Schreiber sowie alle Arten von Spekulanten fuer die Index-Hygiene. Also nicht zu doll auf diese Eindreschen sondern Anfeuern ­čśë

    Anlegen ist ein bisschen wie Kettensaegen: Wer nicht genug darueber weiss/lernt/uebt, saegt sich schnell mal in den Fuss (und packt sie nie wieder an).
    Das Verhalten im Umgang mit der Saege ist manchmal wichtiger als die Saege selbst.
    Andere koennen sogar Kunst mit Kettensaegen (Eis-Plastiken).
    ETFs sind viell. die schwachbruestige Elektrokettensaege aus dem Discounter? Massenware. Genuegt aber fuer kleinere Jobs rund um’s Haus.
    Allen viel Erfolg beim Saegen.

    Antwort
    • 26. Juli 2018 um 20:41
      Permalink

      Hallo J├Ârg,

      vielen dank f├╝r das Teilen deiner Meinung. Die 3 Punkte von dir unterschreibe ich. Das Leben ver├Ąndert sich und damit ggf. auch die Strategie!

      Sebastian

      Antwort
  • 25. Juli 2018 um 12:02
    Permalink

    Ich verstehe deine Haltung. Nichts desto trotz sind dir hier ein paar Inhaltliche Fehler unterlaufen.
    Vergleich Dax und Dowjones. Du m├╝sstest Dax Kursindex (Steht bei 5.833 Punkten) und Dowjones vergleichen damit es passt. Der Dax ist ein Performance Index -> Dividenden werden fiktiv Reinvestiert.

    Langfristig sterben alle Unternehmen, wegen der sch├Âpferischen Zerst├Ârung nach Schrumpeter. Aktien halten mit Buy and Hold gleichzusetzen halte ich auch f├╝r falsch. Schon alleine aus dem Grund der Sch├Âpferischen Zerst├Ârung muss man Aktien regelm├Ą├čig Screenen. Ziel ist es diese Sterbenden Unternehmen vor dem Untergang auszusortieren und in Wachstumswerte/ unterbewertete Unternehmen umzuschichten.
    Diese sterbenden Unternehmen, die in der Argumentation verwendet werden, erwirbt man mit den meisten (all World) Etfs auch mit. Comerzbank? Ist die nicht auch mit im Dax? Und das trotz der Kursverluste.

    Ich verstehe wirklich deine Sichtweise, dass ETFs f├╝r viele besser sind. Besonders die Zeitersparnis und trotzdem die Marktrendite zu erhalten ist sehr gut. Aber die Argumentation diesen Artikels kann ich nicht ganz folgen. Das Problem vieler sind die Gef├╝hle, oder das Sie nicht verstehen, dass an der B├Ârse immer noch Menschen handeln und es Regulierungen gibt. Diese Chancen werden dann nicht genutzt.

    Kleines Beispiel:

    VW. Bei der Abgasnummer. Die Institutionellen m├╝ssen raus. Verkaufsdruck entsteht. Als Privater ist man frei und man kann hier viel Rendite erwirtschaften. Ich erinnere mich noch sehr gut als VW bei 97ÔéČ stand, ich mir die Bilanzen angeschaut habe und im n├Ąchsten Moment bei meiner Oma angerufen habe, dass Sie m├Âglichst schnell zur Bank gehen soll. Hier kommt das eigentliche Anleger Problem, Sie hat sich sehr durch die Medien verunsichern lassen, Angst. Das sehe ich bei Privatanlegern immer wieder. Das sie Chancen nicht nutzen, wie bei mir beim Frauenansprechen… (scheint irgendwo dann doch Menschlich zu sein?)

    Die meisten der Vorgestellten Bad Companys konnte man durch Bilanzanalyse herausfiltern z.B. Telekom -> war ma├člos ├ťberbewertet. Sogar der Bildindikator schlug an. Dann noch die beiden Solarfirmen, die so schon unter extremen Kostendruck standen, extreme Konkurrenz aus China und im Fernsehen Werbung daf├╝r gemacht hatten (wie German Pellets). Alles Dinger in die eigentlich nur der „Typische Privatanleger“ Investiert und nicht der Investor.

    Nat├╝rlich ist man weniger Diversifiziert, bei Aktien, deshalb m├╝ssen diese auch besser gescreent werden. Der Unterschied der Diversifikation zur n├Ąchsten zus├Ątzlichen Aktie nimmt aber sehr stark ab, mit 50 Aktien ist man fast genauso gut Diversifiziert wie mit 70.(Funktion Verl├Ąuft wie ein beschr├Ąnkter Zerfall) Wer nur eine Aktie im Depot hatte, gr├╝├č Gott. Gegen Politik und Betr├╝gereien sch├╝tzen beides nicht.

    Das sch├Ânste am Kapitalismus, ist, dass jeder die Anlagestrategie verfolgen kann die er mag ­čÖé
    Ich benutze im ├╝brigen beides ­čÖé

    Beste Gr├╝├če,
    Pascal

    Antwort
    • 26. Juli 2018 um 20:44
      Permalink

      Moin Pascal,

      ich sehe schon, da hat Jemand ebenfalls Ahnung und Erfahrung!
      Sch├Ân, dass du beides verfolgst ­čśë
      Ich w├╝nsch dir viel Erfolg!

      Sebastian

      Antwort
  • 26. Juli 2018 um 9:07
    Permalink

    Hallo Sebastian,

    vielen Dank f┼źr den erfrischend meinungsstarken Artikel. Allerdings finde ich eine Auswahl besonders schlecht gelaufene Aktien und die Fallh├Âhe von ihrem Hochpunkt bis heute darzustellen und damit das aktive Investieren per se disqualifizieren zu wollen, mit dieser Argumentation etwas d├╝nn.

    Mit einem ETF erziele ich eine Durchschnittsrendite. Das bedeutet, dass es jede Menge Aktien gibt die schlechter performen als der Markt und auch jede Menge, die besser performen. Leider wurden die besseren hier nicht dargestellt. Genauso gibt es ├╝berdurchschnittlich performende Anleger und welche, die nicht so viele richtige Entscheidungen treffen.

    Finanzrocker Daniel erw├Ąhnt einen beispielhaften Auszug aus seinem Depot und soweit ich mich erinnere, gilt die im Newsletter geschilderte Performance nur f├╝r das erste Halbjahr 2018. Das Beispiel finde ich f├╝r deine Argumentation nicht besonders geeignet. Daniel stellt seine Fehlentscheidungen und negativen Erfahrungen dar um zu zeigen, dass er ein ganz normaler Privatanleger ist, dass Fehler dazugeh├Âren und nichts sind, wovor man Angst haben muss. Zudem kann er sich sehr gut verkaufen und wei├č, dass authentisch zu sein bei seinen H├Ârern/Kunden gut ankommt. Wer sagt aber, das Daniel nicht zu den unterdurchschnittlichen Anlegern geh├Ârt? Ich bin mir aber sicher, dass er mit seiner Vorgehensweise bzw mit seinem Gesamtergebnis zufrieden ist, denn sonst w├╝rde er nicht weiter aktiv investieren.

    Au├čerdem erweckt dein Artikel den Eindruck, dass ein ETF weniger risikoreich bzw weniger volatil als jedes Aktienportfolio sei. Es klingt auch so, dass ETF in einem B├Ąrenmarkt weniger stark fallen w├╝rde.

    Wenn wir einen fiktiven ETF mit 20 Unternehmen zu Grunde legen w├╝rden (ob 20, 200 oder 2000 ist egal), dann w├╝rden innerhalb des Marktes 12 Aktien gut und 8 schlecht performen. So entsteht dann die Durchschnittsrendite von ca 7 Prozent.

    Ich pers├Ânlich versuche mit meiner aktiven Strategie einfach nur durch den Tausch zeitlichen Aufwand gegen Geb├╝hrenersparnis die Waage von 12/8 in Richtung 15/5 zu bewegen. Und ich muss mich dann hinterfragen, wie gro├č meine Outperformance zum Markt sein kann und ob das Ergebnis im Verh├Ąltnis zum Aufwand steht.

    Im ersten Halbjahr 2018 w├Ąre ich mit einem ETF auf den MSCI World nur rund 2 Prozent schlechter gewesen. Mein Aufwand hat sich f├╝r dieses Zeitfenster also nicht gelohnt. Auf sieben Jahre sieht das ganze da schon wieder anders aus.

    Ich kann aber auf keinen Fall hinterher hingehen, die 5 schlechten Aktien erl├Ąutern und sagen: „Aktives Investieren ist schei├če oder suboptimal.“ Scheisse ist weder passives noch aktives Investieren. F├╝r einige ist die eine Variante die bessere L├Âsung, andere fahren mit der anderen besser. Wieder andere entscheiden sich f├╝r die falsche, was sich aber erst im Nachhinein herausstellt.

    Da w├╝rde ich mir von dir zu diesem Thema eine differenziertere Herangehensweise w├╝nschen. Trotzdem ist deine Kernaussage nat├╝rlich nachvollziehbar. Aber sie gilt nicht f├╝r jeden.

    Sch├Âne Gr├╝├če
    Marco

    Antwort
    • 26. Juli 2018 um 20:49
      Permalink

      Moin Marco,

      du darfst gern deinen Aktienhandel weiter betreiben. Du scheinst genauso wie Daniel da tief in der Materie zu sein und Spa├č daran zu haben. Finde ich super und ich wollte dir mit meinem Artikel auch gar nicht auf „die F├╝├če treten“.
      Es gibt aber viel zu viele Anf├Ąnger, die viel zu wenig Wissen haben und auch gar nicht die Lust und das Know How haben, so aktiv den Aktienmarkt zu verfolgen. Die Aktien kaufen, weil irgendwer die durch irgendeine Analyse empfohlen hat.
      Die mit kleinem Geld ein viel zu kleines Depot haben, um breit aufgestellt zu sein.
      Diese Zielgruppe sollte sich mal ein paar meiner Negativbeispiele anschauen ­čśë

      Sch├Âne Gr├╝├če
      Sebastian

      Antwort
      • 30. Juli 2018 um 21:47
        Permalink

        Hi Sebastian,

        ich f├╝hle mir ├╝berhaupt nicht auf die F├╝├če getreten. Im Gegenteil. Ich find es super, dass mal endlich wieder jemand eine klare Position zu einem Thema eingenommen hat. Zuletzt war mir das auf den meisten Finanzblogs ein bisschen viel von „Das muss jeder f├╝r sich selbst entscheiden“-Atmosph├Ąre. Ich kann mich da selbst gar nicht ausnehmen. F├╝r die von dir genannte Zielgruppe wird eine ETF-Strategie in den meisten F├Ąllen die sinnvollste Variante sein. Aktives oder passives Investieren sollte meiner Meinung nach nur nicht pauschal in Gut oder B├Âse eingeordnet werden.

        Besten Gru├č
        Marco

        Antwort
  • 27. Juli 2018 um 0:00
    Permalink

    Hallo Sebastian, ich geh├Âre zu den neuen Lesern deines Blogs, da ich mich relativ frisch mit dem Thema Investieren am Aktienmarkt besch├Ąftige. Deine Meinung, die du wie ich finde ganz gut r├╝bergebracht hast, vertrete ich an sich auch; Einzelaktien w├╝rde ich ETFs/Fonds nicht vorziehen. Einzelrisiko, Aufwand, ben├Âtigtes Wissen, Zeit, die Summe an „Energie“ scheint mir hier nicht im Verh├Ąltnis zur Rendite zu stehen – zumindest nicht als „Anf├Ąnger“ wie mir. Profis wie die Nachbarn Finanz[wesir/rocker] kriegen das sicher besser hin. Wie hier aber auch schon besprochen: Beide Seiten werden ben├Âtigt, damit der Markt funktioniert ­čśë
    Nun komme ich also aus dem Bereich P2P, hier schon seit vielen Monaten happy und gut investiert und m├Âchte Fu├č im Bereich ETF/Fonds fassen. In einem anderen Artikel von dir („Passendes Depot finden?…“) habe ich mir f├╝r den Start depot-vergleichen.de und justetf.com rausgezogen und werde mich da zeitnah drauf st├╝rzen, nachdem ich noch mehr gelesen habe. Eine Frage aber an dich als Experten, die Antwort darauf fand ich bisher nur vom Lesen vieler Blogs und Berichte noch nicht: Wie sinnvoll h├Ąltst du den Einstieg zum jetzigen Zeitpunkt?? Anlagehorizont 12-18 Jahre, Sparplan, m├Âglichst wenig Aufwand, einmaliges gr├Â├čeres Einstiegskapital w├Ąre m├Âglich (f├╝r den richtigen „Kick“)? Ich kriege mit, dass die M├Ąrkte gerade hoch aber angespannt sind, das Konstrukt wackelt, keiner wei├č es genau aber es k├Ânnte ja bald einst├╝rzen, „R├╝ckkauf auf 10k-11k Punkte“ h├Âre ich? Sollte man da jetzt ├╝berfl├╝ssiges, rumliegendes Geld in den Markt investieren oder lieber noch etwas warten? Was w├Ąre da deine Meinung?

    Antwort
    • 30. Juli 2018 um 20:54
      Permalink

      Moin Hannes,

      entschuldige die versp├Ątete Anmeldung.
      Vorweg, ich bin sicherlich kein Experte, schon gar nicht, was den Aktienmarkt betrifft ­čÖé
      Ich warte eigentlich seit 2016 auf den gro├čen Crash. Dummerweise steigt und steigt Alles.

      ├ťberall immer mehr Idioten an der Macht, der Welthandel droht zu kippen, die Nato wird in Frage gestellt und der Aktienmarkt? Der steigt.
      Keine Ahnung was da los ist.
      Wenn ich dir den idealen Einstiegspunkt an der B├Ârse vorhersagen w├╝rde, dann w├╝rde ich sicherlich keinen Golf, sondern irgendwas doppelt so gro├čes fahren.

      Fang doch einfach einen oder zwei Sparpl├Ąne an, steig in den Markt ein und halte ein wenig in der Hinterhand. So fahre ich aktuell. Eine Garantie ist das allerdings nicht.

      Hoffe dir trotzdem irgendwie weiter geholfen zu haben?!

      Sch├Âne Gr├╝├če
      Sebastian

      Antwort
      • 30. Juli 2018 um 22:21
        Permalink

        Danke f├╝r die Einsch├Ątzung – ich lasse das in meine aktuelle Gef├╝hlslage und Strategie einflie├čen ­čśë
        Ich werde zeitnah mein ETF Portfolio zu Ende geplant haben – ggf. melde ich mich dann nochmal bei dir f├╝r eine Einsch├Ątzung; wenn ich das Gef├╝hl abgesch├╝ttelt habe, mich mit der Auswahl als Anf├Ąnger blamieren zu k├Ânnen ­čśë
        LG, Hannes

        Antwort
        • 31. Juli 2018 um 21:07
          Permalink

          Plane nicht zu viel.
          Meine ETFs waren Thesaurierend und wurden nun auf Aussch├╝ttend umgestellt.
          Dann kam noch ein neues Gesetzt zur Besteuerung.
          Du siehst, planen kann man viel ­čÖé

          Sch├Âne Gr├╝├če
          Sebastian

          Antwort
  • 30. Juli 2018 um 12:49
    Permalink

    Moin Sebastian,

    toller und absolut nachvollziehbarer Artikel. Deine Aktienbeispiele sind nat├╝rlich extreme Sonderf├Ąlle. Mit einem ausgewogenen und breit aufgestellten Einzelaktien-Depot haben diese nur einen begrenzten Einfluss auf die Gesamtperformance.

    Vielen Dank auch f├╝r die Erw├Ąhnung. Meine Halbjahresperformance war tats├Ąchlich ein Fall f├╝r graue Haare, aber seitdem hat sich das Bild auch wieder deutlich ge├Ąndert. Mit drei Mega-Underperformer im mittleren zweistelligen Minusbereich wird es jedoch schwierig auf einen gr├╝nen Zweig zu kommen. In den Jahren davor lief es aber mit Einzelaktien wesentlich besser. Da habe ich auf Zockeraktien aber auch komplett verzichtet. Dieses Jahr war die Verf├╝hrung jedoch zu gro├č und ich bin damit voll auf die Schnauze gefallen. Immerhin habe ich wieder etwas gelernt.

    Die „Finanzwesir rockt“-Folge zum Thema Einzelaktien beschreibt halt in allen Einzelheiten meine Herangehensweise an die Bewertung und den Kauf von Einzelaktien. Das ist nat├╝rlich f├╝r die passiven Anleger nur bedingt interessant. Anfangs ist das wirklich aufw├Ąndig, aber wenn sich die Prozesse etabliert haben, wird es viel einfacher. Aber im Vergleich zum passiven Investment in ETFs ist es trotzdem noch viel mehr Arbeit.

    Viele Gr├╝├če
    Daniel

    Antwort
  • 30. Juli 2018 um 21:00
    Permalink

    Moin Daniel,

    vielen Dank f├╝r dein Kommentar.
    Nat├╝rlich sind meine Beispiele extrem aber trotzdem mit Telekom, Deutsche Bank, … keine kleine Firmen.
    Nat├╝rlich will ich auch niemandem den Aktienhandel verbieten. Trotzdem ist das Bild von Aktien, gerade bei Anf├Ąngern, meiner Meinung nach zu gesch├Ânt.
    Von daher lag es mir sehr auf dem Herzen, auch mal die „andere“ Seite zu zeigen.

    Zudem freut es mich zu h├Âren, dass sich dein Depot wieder erholt hat!
    Ich fand dich als Beispiel halt nur mega genial, da du ja wirklich eine sehr professionelle Herangehensweise hast und wirklich jeden Aspekt analysierst. Von daher bin ich dir sehr dankbar, dass du trotz der Analysen mal „ins Klo“ greifst.

    Ich w├╝nsch dir weiterhin viel Erfolg und vor allem auch bei deinen Podcasts!!!

    Sch├Âne Gr├╝├če
    Sebastian

    Antwort
  • 31. Juli 2018 um 10:11
    Permalink

    Kann deine Angst vor Einzelaktien gut nachvollziehen. Dein Fazit, deswegen aber in ETFs zu investieren, halte ich f├╝r ziemlich naiv. Ich kann dir auch genug ETFs aufzeigen, die ├╝ber Jahrzehnte keine positive Entwicklung erzielt haben.

    Die wesentliche Schw├Ąche der Aktie hast du im ETF weiterhin: Du hast weder einen Einfluss auf die Kurse, noch kennst du die zuk├╝nftige Wertentwicklung. Nur weil ETF drauf steht, hei├čt es nicht, dass du in Zukunft Gewinne machst. Hinzu kommt — keiner Wei├č wie gro├č die Gewinne wirklich sein werden (Stichwort Japan!)

    In beiden Anlageklassen hast du weder Kontrolle ├╝ber die Gesch├Ąftspraktiken, noch Einfluss auf die Wertentwicklung (im Gegensatz zu Gro├činvestoren). In beiden F├Ąllen bist du ein dummes Schaf, das mit allen anderen durch die Weide getrieben wird.

    Ich w├╝nsche dir viel Spa├č und Geduld mit deinen ETFs. Lieber man hat eine Strategie als gar keine. Ich empfehle der Weile allen ernsthaften Investoren, sich nach Strategien umzusehen, wo sie Gewinne und Verluste selbst beeinflussen k├Ânnen ohne auf die Zukunft hoffen zu m├╝ssen.

    Antwort
    • 31. Juli 2018 um 21:13
      Permalink

      Moin Rico,

      wenn ich von ETFs spreche, dann von gro├čen Indizies. Ich setze auf World, EuroStoxx 600 und EM. Also stabile ETFs, keine Spielereien.
      Wenn hier ein paar Aktien nicht performen, dann ist das zu verkraften. Wenn die Aktien dauerhaft schw├Ącheln, fliegen sie ggf. aus dem Index und der n├Ąchste r├╝ckt nach.

      Das man an der B├Ârse seine Gewinne selbst beeinflussen kann, halte ich f├╝r ein Ger├╝cht ­čśë

      Antwort
  • 31. Juli 2018 um 15:18
    Permalink

    Hallo,
    ich finde, dass der Vergleich ein wenig hinkt.
    Alle von dir aufgezeigten Negativbeispiele sind ja auch in deinem ETF in irgendeiner Form enthalten. Genauso wie all die Tenbagger die es in den letzten Jahren gegeben hat. Auch in einem Einzelwertportfolio sollte ein bisschen auf Diversifikation geachtet werden.

    Ich halte daher einen Vergleich ETF vs. Einzelaktien-PORTFOLIO f├╝r deutlich fairer.

    Pers├Ânlich halte ich haupts├Ąchlich Einzelaktien und fahre damit in den letzten Jahren sehr gut. Meine Performance liegt deutlich ├╝bder den ├╝blichen Indizes, ich bin unmittelbar am Unternehmen beteiligt, ich habe keine Swaps, Wertpapierleihe etc. und ich sparen eine Menge Geb├╝hren.

    Ich glaube es l├Ąsst sich absolut nicht pauschalisieren, welches Instrument das bessere ist. Es gibt nur richtig und falsch auf Investorenebene.

    PS: Du bezeichnest Aktien oben ├╝brigens als Produkt, das ist eigentlich nicht korrekt. Tats├Ąchlich sind die ETFs das Produkt auf Grundlage von Einzelaktien.

    Viele Gr├╝├če
    Jan-Christian

    Antwort
  • 31. Juli 2018 um 21:17
    Permalink

    Hi Jan-Christian,

    jeder der Lust und Freude daran hat, sich sein Portfolio selbst aufzubauen darf das gerne tun.
    Du bist mit deinem Depot die „letzten Jahre“ gut gefahren, weil quasi Alle mit ihren Depots gut gefahren sind. Es geht seit 8 Jahren einfach stetig nach oben. Ein Crash ist bisher ausgeblieben.

    Aber du bist mit einem ETF nat├╝rlich nicht unmittelbar am Unternehmens beteiligt, dass ist korrekt.

    Antwort
    • 1. August 2018 um 20:00
      Permalink

      Hallo Sebastian,
      mit „nicht schlecht gefahren“ meinte ich nat├╝rlich deutlich ├╝ber den Indizes.
      Und genau damit muss ich mich vergleichen, sonst h├Ątte ich eben auch auf ETFs setzen k├Ânnen.

      VG

      Antwort
  • 1. August 2018 um 14:27
    Permalink

    Genauso kannst du die schlechten Aktien aus deinem Depot raus schmei├čen. In einem Index kannst du Verlierer nicht einfach rausschmei├čen, du musst immer den ganzen Korb kaufen.

    Stichwort Gewinne und Verluste beeinflussen: Das geht. Institutionelle Investoren machen das ├╝ber aktive Arbeit in den Medien (Preismanipulation) sowie ├╝ber direkt Einflussnahme auf das Management. Kleinen Investoren ist das leider nicht m├Âglich.

    Es gibt aber andere Instrumente mit denen auch kleine Investoren die gleichen Strategien wie gro├če Investoren handeln k├Ânnen. F├╝r einen Hobby-Investor, der auf Windfall-Gewinne ohne Arbeit wettet und damit an der B├Ârse eher auf sein Gl├╝ck als auf Nachhaltigkeit wettet, sind diese Instrumente nat├╝rlich zu aufw├Ąndig. ­čśë

    Antwort
  • Pingback:Finanzblogroll - Monatsabschluss Juli 2018

  • 2. August 2018 um 10:55
    Permalink

    Hallo Sebastian,

    einzelne Aktien mit dem Index zu vergleichen ist zwar etwas „unfair“, aber auch bei einem „Korb“ an Einzelaktien vs ETF muss ich Dir zustimmen!

    Ich habe es vor ein paar Jahren selber versucht mit ca 10-15 Einzelaktien, neben dem ETF Welt Portfolio, das ich weiterhin gef├╝hrt habe. Portfolio Performance macht es (trotz keines Totalausfalls und einiger guter Picks wie Microsoft) klar – insgesamt habe ich
    a) viel Zeit mit der Auswahl von den Einzeltiteln verbracht
    b) ca 1% pa weniger Rendite (inkl Dividenden etc) in dem Teil gemacht

    Konsequenz: Ich liquidiere nach und nach die verbliebenen Einzelpositionen und lasse es die ETFs richten – ohne oder besser mit viel weniger Aufwand – und genie├če meine zus├Ątzliche Freizeit ­čÖé

    Viele Gr├╝├če
    Thorsten

    Antwort

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