P2P Kredite und Crowdinvesting – September

Vincent von Freaky Finance hat am Montag seinen Monatsrückblick bezüglich P2P und Crowdinvesting veröffentlicht. Heute hat Tobias, der Finanzfisch, seinen P2P Lending Report veröffentlicht. Eigentlich habe ich aufgehört diese Rückblicke zu schreiben, da sich vieles einfach doppelt. Mein letzter Rückblick stammt schon aus dem Mai. Nach dem lesen der beiden Artikel von Vincent und Tobias hat mich nun aber doch wieder die Lust gepackt, ein paar Sätze zu meinen P2P- und Crowd-Investitionen zu schreiben. Zumal Tobias und Vincent teilweise unterschiedliche Meinungen haben und ich dazu auch noch meinen Senf geben möchte.
So hast du zu den gängigen Plattformen drei aktuelle Meinungen!

P2P Kredite – Die Plattformen

In den letzten Wochen kam keine neue P2P Kredit-Plattform in mein Portfolio. Es ist schon Wahnsinn, wie groß das Angebot an P2P Krediten geworden ist.

Mintos

Ich schließe mich Vincent und Tobias an. Mintos* läuft einfach. Das Angebot und die Vielfalt sind ungeschlagen. Einzig der Ausfall von Eurocent trübt die Stimmung. Dem Zufall sei Dank, dass ich keine Eurocent Kredite im Portfolio habe. Im P2P Forum verfolge ich aber gespannt die Entwicklung und den Ausgang.

TWINO

Ich kann ebenfalls bestätigen, dass der Autoinvestor nicht ganz rund läuft. Ich bilde mir aber ein, dass es die letzten 1-2 Wochen wieder deutlich besser lief. Ich warne weiter gerne vor Krediten mit der Zahlungsgarantie. Sei dir sicher, dass diese Art der Garantie in deine Strategie passt. Ich verzichte mittlerweile komplett und setze wieder nur auf die Buyback Garantie. Zudem warte ich weiter gespannt auf den Geschäftsbericht von 2016.

Viainvest

Tobias ist zufrieden, Vincent bemängelt das zügige reinvestieren seines Kapitals. Ich muss mich hier Vincent anschließen. Auch bei mir liegt, häufig von Freitag bis Montag (also über das Wochenende) Kapital untätig rum. Trotzdem steht meine Rendite bei 12,73%. Also Jammern auf höchstem Niveau. Unterm Strich bin ich weiter sehr zufrieden mit Viainvest*. Auf dieser Plattform hab ich am meisten Kapital investiert. Von daher ist es eigentlich unklug von mir, Viainvest* zu empfehlen, da ich mir wünsche, dass weiterhin genug Kredite verfügbar bleiben 😉

Swaper

Tobias zieht Geld ab, Vincent will den VIP Status (14% statt 12%) und überweist kräftig. Ich halte die Mitte und lass einfach laufen. Auch hier liegt, wie bei Viainvest, hin und wieder Kapital auf dem Dashboard. Ich bin weiter zufrieden. Habe nicht vor Geld abzuziehen und aufzustocken.

Robocash

Erst nicht viel davon gehalten, nun begeisterter Investor. Robocash* ist interessant! So interessant, dass ich die Plattform in zwei Videos ausführlich vorstelle. Der erste Teil geht eher allgemein auf Robocash* ein, während ich im zweiten Teil tief in die Plattform eintauche.
Vincent ist ebenfalls auf Robocash aktiv. Tobias schwärmt eher von DoFinance.

Viventor

Bei Viventor bin ich im Dezember 2016 gestartet. Es war von Anfang an sehr holprig und Anfang Februar zog ich mein Geld auch schon wieder ab.
Seit Juli tut sich aber ordentlich was auf der Plattform. Man konnte neue Kreditgeber gewinnen: Credissimo, Atlantis Financiers und Lenno.
Vincent und Tobias klingen aber noch nicht wirklich überzeugt. Ich werde weiter beobachten.

Crowdinvesting Plattformen

In den letzten Wochen fiel für mich die Entscheidung, ich investiere mehr in Immobilienprojekte.

Zinsland

Ich habe neben EstateGuru* nun in mein erstes Zinsland Projekt investiert. Statt 500€ musste ich, dank dieser Neukundenaktion, nur 250€ investieren, um erste Erfahrungen zu sammeln. Momentan wird das Projekt „mein Lorenz*“ beworben, ein Neubau von fünf Mehrfamilienhäusern mit 80 Wohnungen und Tiefgarage in Lübeck. Ich schwanke noch, ob ich 500 Euro investieren soll. Ich hoffe das Projekt läuft noch, da mein September Budget bereits in die Aufstockung von EstateGuru* geflossen ist.
Vincent ist schon länger aktiver Investor auf Zinsland und er erwartet bald erste Rückzahlungen.

EstateGuru

Da ich weiter von EstateGuru* ist sehr angetan bin, werde ich weiterhin monatlich ~150€ nach schieben, um immer mal wieder lukrative Projekte mitzunehmen. Mein erstes Ziel sind 35-40 Projekte. Aktueller Status: 13.

Ausblick

Ich suche mir ein zweites Immobilien-Standbein neben EstateGuru. Zinsland wird es nicht werden, da einfach die 500 Euro Hürde nicht in meine Strategie passt.
Aktuell beobachte Housers und Bulkestate. Ich werde bei beiden Plattformen mit 100-150 Euro einsteigen, um auch hier eigene Erfahrungen zu sammeln. In Kürze wird es daher hier im Blog weitere Informationen geben.


Housers und Bulkestate sind die logische Konsequenz, da ich verstärkt in Immobilienprojekte investiert sein möchte. Natürlich ist hier das Risiko, der Totalausfall, genauso gegeben, wie bei den P2P Krediten. Aber da ich nun auf sechs P2P Plattformen Geld liegen habe, möchte ich hier stärker diversifizieren. Deshalb habe ich auch Lenndy und DoFinance nach hinten geschoben.

Vor allem Housers kommt mir wie gerufen, da der Betreiber in Spanien sitzt und spanische und italienische Immobilienprojekte anbietet. Klingt erst mal Ideal um mein Crowdinvesting Portfolio weiter zu streuen. Wobei ich bei Housers nur auf die spanischen Projekte setzen werde.

Fazit

Das Angebot wächst und wächst. Was ist gut? Was ist schlecht?
Vieles ist intransparent und jedes Land hat andere Gesetze und Richtlinien zur Vergabe von Krediten. Jevgenijs Kazanins, Managing Director Twino, hat einen sehr interessanten Artikel „Europäische FinTech-Regulierung / Peer-to-Peer-Kredite: fünf Gründe, warum die EU jetzt handeln muss“ veröffentlicht. Diesen Forderungen kann ich nur zustimmen. Ich hoffe, dass die EU bald einheitliche Standards und Sicherheiten gewährleistet.
P2P Kredite sind aktuell eine Anlageform mit sehr hohem Risiko. Aber das muss ja nicht so bleiben.
Die Anlageform wird immer beliebter, siehe alleine Mintos mit der 300 Mio. Euro Marke. Ich hoffe, dass durch die stetige Bekanntheit der P2P Kredite, die Politik in Zugzwang gerät und sich zum schnelleren Handeln gezwungen sieht.
Ich würde eine stärker Kontrolle sehr begrüßen und dafür auch mit weniger Rendite leben.
Wie siehst du das?

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3 Gedanken zu „P2P Kredite und Crowdinvesting – September

  • 16. September 2017 um 9:12
    Permalink

    Moin Sebastian,

    cooles Review. Ich bin auf deine Bulkestate-Erfahrungen gespannt. Zum Review-Modus: Ich mach es nur noch einmal im Jahr, da hat man auch ordentlich was zu berichten.

    Ich bin ebenfalls deiner Meinung was die Regulierung angeht. Zum langfristigen Schutz der Anleger ist das in meinen Augen auch unabdingbar. Man sieht ja derzeit bei den Kryptowährungen sehr gut, wie schnell alles unübersichtlich wird.

    Grüße

    Lars
    https://passives-einkommen-mit-p2p.de

    Antwort
    • 16. September 2017 um 14:08
      Permalink

      Hi Lars,

      ja so eine Zusammenfassung ist monatlich fast schon „too much“. Aber nur einmal im Jahr ist auch gefühlt, etwas wenig. Wobei dann hast du, in der Tat, ordentlich was zu berichten 🙂

      Kryptowährungen sind auch so gar nicht meins. Die Kursschwankungen sind mir nicht geheuer. Da bin ich ganz deiner Meinung, dass ist unübersichtlich.

      Schöne Grüße
      Sebastian

      Antwort
  • 16. September 2017 um 13:04
    Permalink

    Moin Sebastian,
    super Ergänzung zu unseren Artikeln. Komisch, dass ihr bei Viainvest solche Probleme habt. Aktuell kann ich nicht klagen.

    Die Viventor-News verfolge ich auch mit großem Interesse. Aber etwas skeptisch bin ich durch den mauen Start schon noch. Ich habe meinen Auto-Invest dort wieder auf den neusten Stand gebracht und wenn es jetzt wieder flüssig läuft, gibt es irgendwann in der Zukunft eine zweite Chance 😉

    Schöne Grüße
    Tobias

    Antwort

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